Tag Archives: Sonnenuntergang

Feiyu G4 3-Achsen Gimbal – Ein erster Praxistest auf dem Dürrenstein

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BEISPIELVIDEO mit dem Gimbal und der GpoPro 3 aufgenommen

Schon lange war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit auf meinen Touren möglichst handlich, leicht und platzsparend, aber dennoch mit bestmöglicher Bildqualität und stabilisiert, Filmmaterial „aus der Hüfte“ anfertigen zu können. Dabei wollte ich eigentlich nicht jedes mal ein Stativ aufbauen müssen und die Spiegelreflex mit superschwerem Videokopf montieren oder den sowieso meist schon bis oben vollgestopften Rucksack mit einer unhandlichen Steadycam zusätzlich belasten. Continue reading Feiyu G4 3-Achsen Gimbal – Ein erster Praxistest auf dem Dürrenstein

DER PERFEKTE SONNENUNTERGANG

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Wenn es im Sommer zu heiß wird im Tal, kann man sich am besten an einem Badesee erfrischen oder man steigt einem Berg auf den „Kopf“. Je höher umso besser.
Unsere Wahl viel auf den zweiten „Lösungsansatz“. So wollten wir eine Gletscherhochtour über das Hochjochhospiz (2413m), den wunderschön angelegten Dolorettenweg und über den zahmen Kesselwandferner zum Brandenburger Haus, der höchstgelegenen Hütte des deutschen Alpenvereins auf 3277m, unternehmen. Continue reading DER PERFEKTE SONNENUNTERGANG

Sonnenuntergangstour Thaneller

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Zum Sonnenuntergang wollte ich schon immer einmal auf den Thaneller (2341m) in den Lechtaler Alpen steigen. Der Thaneller ist ein Paradeaussichtsberg von dem man rundherum „barrierefrei“ einen Panoramaausblick genießen kann. Nachdem wir im November südseitig auf Grund des unglaublichen Wetters fast bis knapp unter den Gipfel keinerlei Schnee hatten, der nordseitige Klettersteig aber schon teilweise unter Schnee begraben lag, entschlossen wir uns für den Normalweg. Der Aufstieg von Berwang ist kurz und knackig, sprich recht steil, sind doch knapp 1050hm auf kurzer Entfernung zu überwinden. Hat man den Waldgürtel und die ausgedehnten Latschenfelder einmal hinter sich gelassen, öffnet sich ein traumhafter Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Bei der kleinen Einsattelung kann man zum ersten Mal den Gipfel sehen, der hier immer noch recht weit entfernt scheint. Auf einem schmaler werdenden anfänglich breiten Rücken steigt man in mehreren Aufschwüngen dem Gipfel empor. 100m unter dem Gipfel empfing uns ein heftiger, bereits sehr kalter Föhnsturm, und auf dem Gipfel mussten wir uns sofort in die „Daunenausrüstung“ werfen, so kalt war es durch den Wind. Gott sei Dank war der Sonnenuntergang nicht mehr fern. Continue reading Sonnenuntergangstour Thaneller

OSTERSEEN

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Südlich des Starnberger Sees liegen die, im Vergleich zum erstgenannten, kleinen Osterseen. Die Osterseen bestehen aus 20 größeren benannten und 15 kleineren unbenannten Einzelseen. Die traumhafte und fast vollkommen naturbelassene östliche Uferseite des “großen Ostersees “braucht jedoch nicht den Vergleich mit dem großen Bruder zu scheuen. Große Teile der Osterseen sind seit 1981 zum Naturschutzgebiet deklariert worden, mit einer Fläche von 1.083 ha. Davon entfällt etwa ein Drittel auf die Oberflächen der Gewässer, 494 ha sind Hoch-, Nieder-, und Zwischenmoore, 172 ha bestehen aus naturnahem Mischwald. Continue reading OSTERSEEN

Auf der Suche nach Nordlichtern

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Im Februar  bin ich mit meiner Frau und meiner Schwiegermutter nach Luosto , im Norden Finnlands, jenseits des Polarkreises, gefahren. Wir wollten dieses Jahr das noch bestehende Sonnenaktivitätsmaximum nutzen, das alle 11 Jahre ihren Höhepunkt erreicht und dann wieder abflaut.  Man fliegt in 2 ¾ Stunden von München nach Helsinki als Zwischenstopp und in 1 ½ Stunden weiter nach Rovaniemi, in finnisch Lappland.

Dort angekommen haben wir uns mit einem Mietwagen aufgemacht, noch weitere 140 km nördlich durch die finnische Taiga bis nach Luosto, am Rande des Phyhä Luosto Nationalparks, zu fahren.

Die brettebene  Taiga ist im diesen Teil Finnlands immer wieder durch ein kleines Fjell unterbrochen, das wie eine Insel aus der Brandung ragt. So auch das kleine „Gebirge“ des Pyhä Luosto Nationalparks. Im Sommer kann man hier in der Mitternachtssonne wunderschöne Wanderungen unternehmen und dabei Bären, Vielfraß, Unglückhäher, Rentiere (wenn auch domestizierten) und Co. begegnen. Im Winter herrscht hier eine Winterlandschaft vor wie aus einem Märchen. In den Bergen sind wir ja einiges an Schnee gewohnt, aber was sich uns hier bot, habe ich bisher noch nicht gesehen.

Die ganze Landschaft ist unter einer eisigen Decke aus Pulverschnee und Eis begraben. Schnee und Wind formen unglaubliche Skulpturen aus allem, was sie unter sich begraben. Eiskristalle haften auf jeder glatten Oberfläche und schauen wie eisige Rasierklingen Zentimeter weit hervor. Die Straßen sind eigentlich im Winter nur Schneepisten, die aber glattgeräumt mit Spikes, die hier alle Autos haben, wunderbar mit 80-100km/h befahrbar sind. Man tut im Übrigen gut daran die lustigen kleinen Stromkästen, die jeder Parkplatz im Norden Finnland hat über Nacht zu nutzen. Hier wird das Auto (nein es handelt sich nicht um ein Hybridfahrzeug) bzw. die Autobatterie über Nacht wieder aufgeladen, da es nachts durchaus einmal -40 Grad geben kann.

Von unserem Hotel Santa Aurora Chalet, welches ich nur empfehlen kann, haben wir alle Unternehmungen unternommen. Wir waren Schneeschuhwandern im “ Winterwonderland“ und haben tagsüber so die besten Nordlichtspots ausgekundschaftet. Wir haben einen Tag lang Musher gespielt und eine 10 km lange Schlittenhundetour unternommen und uns fast wie ein Trapper am Yukon gefühlt, die nördlichste Amethysten Mine der Welt besucht und einer Rentierfarm einen Besuch abgestattet.

Doch das absolute Highlight war natürlich die Suche nach Polarlichter. Die Wetterprognose war die ersten beide Tage nicht hoffnungserweckend, aber am 3. Tag klarte der Wolken verhangene Himmel auf und wir hatten 3 Nächte in Folge bestes Polarlicht Wetter. Jetzt musste nur noch der „Nordlichtgott“  ein Einsehen haben. Die AKM Polarlichtvorhersage von meteoros.de war seit Tagen nur auf „quiet“ und  so saßen wir extrem nervös beim Abendessen und hofften auf eine Aktivitätssteigerung.  Nach dem Abendessen packten wir uns in unsere Polarausrüstung, in der man es nur wenige Minuten in einem beheizten Zimmer ertragen kann, ohne einen Schweißausbruch zu erleiden, und machten uns auf zu dem ausgekundschafteten Spot, der ein paar Kilometer außerhalb der winzigen Ortschaft Luosto lag. Diese paar Kilometer reichten aus, das wenige Kunstlicht von Luosto nicht mehr als Störung auf den Aufnahmen zu haben, und die geringe Besiedelung des Nordens Finnlands tat ihr Übriges.

Alle Befürchtungen waren umsonst, denn bereits auf dem Parkplatz vor dem Hotel war ein gigantischer Polarlichtbogen über dem Hotel, trotz des Kunstlichts, erkennbar (also ein KP Wert von mindesten 4, was „unsettled“ bedeutet). Wir schmissen unsere Ausrüstung schleunigst  in das Auto und gaben richtig Gas um nicht das Spektakel zu verpassen, während wir im Auto saßen.

Fotografieren kann richtig Stress sein wenn das „Schauspiel“ schon begonnen hat. 3 Kameras wurden auf Stativen an verschiedenen Spots aufgebaut. Eine Kamera nahm auf einem Motor betriebenen Dynamic Perception Dolly kontinuierlich Bilder auf, für ein späteres Zeitraffer Movie. In so einem Zustand ist es wirklich empfehlenswert tagsüber die Lokation schon einmal besucht zu haben (bzw. auch einmal in der Nacht wegen Orientierung und Abklärung von Kunstlicht, ebenso wegen den Kameraeinstellungen) um die besten Stellen bereits zu kennen. Dass man seine Kamera blind bedienen können sollte, meine ich in diesem Sinne wörtlich. Da ein Polarlicht sich aufbaut, sich verändert, ein Maximum hat und wieder innerhalb von Minuten abflaut muss die Kamera schnell bedient werden können. Eine Taschenlampe (Stirnlampe) führt zwar zum selben Erfolg wie eine sichere blinde Bedienung aber man verliert jedes Mal seine Nachtsichtfähigkeit, die wichtig ist um einen Vordergrund fotogen in die Komposition einzubauen. Man kann zwar wie die Astronomen es beim „Stargazing“ machen, rotes Licht verwenden, um die Nachtsicht nicht zu verlieren, aber auch Stirnlampe an und Stirnlampe wieder ausschalten kostet wertvolle Zeit.

Ebenso verhält es sich mit den Kameraeinstellungen. Ein wenig Erfahrung in der Nachtfotografie ist quasi unerlässlich um Polarlichter schön ablichten zu können. Da der Autofokus der Kamera nachts nicht funktioniert sollten Begriffe wie „Hyperfokaldistanz“ oder „Unendlichkeitsstellung“ des Objektives keine Fremdwörter sein. Die ideale Ausrüstung ist in jedem Falle eine Spiegelreflexkamera mit einem lichtstarken Objektiv,  mit einer Öffnungsblende von mindestens f2.8, auf einem stabilen Stativ und einer Fernbedienung (mit oder ohne Kabel) für schwingungsfreies Auslösen! Der Sensor sollte selbst bei hohen ISO zahlen wenig rauschen, d.h. ein Vollformatsensor ist hier deutlich im Vorteil!

Nach 2 ½ Stunden kompletten Stress hatte ich meine Speicherkarten voll und war ehrlich gesagt auch nicht mehr in der Lage auch nur ein einziges weiteres Bild mehr aufzunehmen. Das Dolly war komplett vereist und der Motorschlitten mit Spiegelreflexkamera „eierte“ nur noch über die Eiskristalle, doch alle 15 Sekunden löste die Kamera weiterhin aus.

Ich konnte nun das Schauspiel endlich wirklich genießen.

Wir warfen uns rücklings in den Schnee und genossen das Spektakel über uns. Der Himmel brannte mit einem gespenstischen grünen  und pinken Licht. Die Nordlichter flackerten, waberten, formten Bögen, Flammen, Linien, um dann Minuten später zu zerfallen. Direkt über uns war eine riesige Korona entstanden und ich dachte kurz noch einmal daran die Kamera zu holen, doch den Gedanken verwarf ich schleunigst wieder.

Ich habe in meinem Leben schon viele Länder bereisen dürfen und  unglaubliche Naturschauspiele und Schönheiten bestaunen dürfen, aber nichts führte mir bisher die Winzigkeit und Unbedeutsamkeit meiner menschlichen Existenz  im Vergleich zum Universum so gewaltig und deutlich vor Augen, wie die Polarlichter in jener Nacht. Demütig lag ich im Schnee und bewunderte die Farbe, die den Himmel erfüllten.

Besonders diese Augenblicke sind es in denen mir bewusst wird, daß wir Menschen die Pflicht haben die Schönheiten die unser Planet zu bieten hat, zu bewahren und zu schützen. Nicht nur für uns, sondern für alle die nach uns kommen!

Nach einer weiteren Stunde mit Nordlicht packten wir unsere Sachen und fuhren zurück. Auf der Fahrt wurde mit erst bewusst, daß ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen war.

Zurück im Hotel zeigte der Ausschlag auf der Lokalen finnischen Polarlichtseite „Aurora now“ einen KP Wert von 5.

Auch die nächsten beiden Nächte boten bei bester Sicht,  ein Polarlichtschauspiel vom feinsten.

Jeder der sich für das Polarlicht interessiert sei eine Reise nördlich des Polarkreises in den nächsten 1-2 Jahren dringend ans Herz zu legen, da danach die Sonnenaktivität wieder abnimmt und erst in 11 Jahren ein vergleichbares Maximum zu erwarten ist.

Jeder der eine Reise nach Luosto unternehmen möchte kann von mir gerne sehr brauchbare Insiderinfos erhalten, die in keinem Reiseführer zu finden sind (z.B. GPS Daten der besten Spots etc.)!

Und nun viel Spaß von meinen Impressionen aus Lappland (das Movie ist immer noch in Bearbeitung und wird in einem zweiten Blogeintrag in den nächsten Wochen veröffentlicht)

Rentiergallerie

 

Schnee in Finnland

 

Sonnenuntergang in Finnland

 

Aurora Borealis

 

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