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Tutorial – Schärfen wie die Profis

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Wenn Ihr schon immer wissen wolltet, wie man Wildlifebildern professionell den letzten Schärfekick gibt, ist das folgende Tutorial genau das richtige für Euch. Das Grundprinzip der Konturenmaske ist nicht auf meinem „Mist gewachsen“, sondern habe ich von einem der genialsten Wildlifefotografen unserer Zeit, Florian Schulz, gelernt. Die Technik habe ich dann (ich möchte mir nicht anmaßen „verbessert“ zu sagen) für mich noch modifiziert. Danke Florian an dieser Stelle! Es handelt sich hierbei um ein sehr selektives Schärfen der Konturen, die man ja geschärft haben will und eben nicht aller Strukturen, was das Rauschen im Bild erhöhen würde, und unter Umständen zur Artefakt Steigerung führen würde.

Das Gleiche kann man auch über ein generelles Schärfen und dann sehr mühsames manuelles Durchstempeln in der Ebenentechnik erzielen, jedoch ist weiter unten beschriebene Technik weitaus eleganter, präziser und vor allem schneller durchführbar. Auch die Hochpassfiltermethode, die einige unter Euch sicher kennen, führt längst nicht zu den tollen Ergebnissen der „selektiven Schärfungstechnik mittels Konturenmaske“.

Ihr benötigt hierzu  das Programm Photoshop und ein zu schärfendes Bild.

Ich stelle Euch hier kurz meinen Bearbeitungsworkflow in den Grundzügen vor, mit dem ich jedes Foto, das mir gefällt, bearbeite. Die RAW – Bilder werden in Lightroom importiert, dort nach meinem Geschmack entwickelt und anschließend als TIFF 16 Bit auf die Festplatte exportiert. Der letzte Schritt ist besonders wichtig, wenn Ihr vorhabt das Bild in einem Bildbearbeitungsprogramm weiter zu optimieren. Wenn ihr nach dem RAW Konverter Eurer Wahl happy mit dem Ergebnis seid, dann könnt Ihr das Bild auch in JPEG umwandeln. Wichtig ist nur, daß Ihr nie ein JPEG Bild in Photoshop weiter bearbeitet, wenn Ihr es in RAW fotografiert habt. Diese Methode würde unweigerlich zu einer deutlichen Verschlechterung der Bildqualität führen, da bereits der Export des entwickelten RAWs in JPEG, auf Grund der verwendeten Kompressionsmethode, zu Datenverlust führt. Eine Bearbeitung kann nun zu einer weiteren Verschlechterung der komprimierten Daten mit sich bringen und ein endgültiges Abspeichern setzt nochmal “eines drauf“,  da die Daten nun wieder komprimiert werden

 

Take home message:

Solange ein Bild bearbeitet wird, nie in JPEG abspeichern, sondern nur in verlustfreier Speicherungsmethode als TIFF oder PSD (bei höchst möglicher Bitstufe z.B 16 bit). Auch jede Zwischenabspeicherung wird so behandelt!

 

Dieses Vorgehen benötigt zwar viel Speicherplatz und eine „schnelle Maschine“, mit ausreichendem Arbeitsspeicher (ab 8 GB aufwärts empfehlenswert), es lohnt sich aber wirklich!

So, ihr habt Euer Bild nach Eurem Geschmack in Photoshop weiter bearbeitet und möchtet nun als allerletzten Schritt (wichtig!), dem Bild noch den letzten „Schärfeschliff“ verpassen. Wichtig ist dabei, daß das Bild immer nur in der Größe geschärft wird, in der es auch ausgegeben werden soll. D.h. wenn ihr das Bild in maximaler Größer geschärft haben wollt, dann sollte es in dieser Größe auch bearbeitet werden. Wenn Ihr das Bild aber weiterhin noch z.B. in einer Web Applikation  zusätzlich kleiner ausgeben wollt, dann sollte das Bild verkleinert werden, und beide Größen separat geschärft werden. Meist reicht jedoch schon eine Verkleinerung des Bildes ohne Schärfungstechnik aus, den Schärfeeindruck des Bildes, ohne Bearbeitung, deutlich zu steigern. Eine Bearbeitung der Schärfe  in maximaler Auflösung mit anschließender Verkleinerung ist oft keine gute Idee, da hierbei der Schärfeeindruck in der verkleinerten Version künstlich übersteigert wirken kann.

 

Take home message:

Das Bild immer als letzten Bearbeitungsschritt schärfen, und zwar in der Vergrößerungsstufe in der es auch ausgegeben werden soll.

 

Wichtig bei allen existierenden Schärfungstechniken ist jedoch die Tatsache, daß es keine Technik gibt, aus einem gänzlich unscharfen Bild eine scharfes entstehen zu lassen. Je besser die Grundschärfe des Fotos, umso besser wird das Resultat der verwendeten Schärfungstechnik ausfallen. Oftmals ist die einzige Möglichkeit die Schärfe in einem leicht unscharfen Bild zu steigern, indem man es verkleinert.

 

Take home message:

Aus einem von Beginn an unscharfem Bild, wird mit keiner Technik ein wirklich scharfes Bild entstehen können. Oftmals hilft nur eine deutliche Verkleinerung (oder Verwerfen) des Bildes!

 

FÜR DIE, DIE ES GENAU WISSEN WOLLEN

(Alle anderen lesen bitte weiter bei „Selektives Schärfen – Technik der Konturenmaske“)

 

Warum ist mein Bild eigentlich unscharf geworden?

Es gibt die verschiedensten Gründe für die Unschärfe eines Bildes. Die wirkliche Schärfe sollte immer in der 100% Ansicht beurteilt werden.

Ein Bild kann unscharf sein auf Grund einer schlechten Optik, eines fehlfokusierten Objektivs, eines falschen gesetzten Fokuspunktes und/oder einer Bewegungsunschärfe. Die erwähnten Probleme können dabei einzeln oder in Kombination vorkommen, was das Herausfiltern des „Problems“ oft schwierig erscheinen lässt.

Falls die verwendete Optik nicht schuld ist (einschlägige Tests helfen da weiter) und Ihr mit dem Objektiv schon scharfe Bilder produziert habt, dann solltet ihr Euch das unscharfe Bild näher anschauen (in 100% Vergrößerung). Gibt es eine Stelle im Bild, die scharf ist (wenn auch nicht die gewünschte), so ist der Fokuspunkt falsch gesetzt, oder Ihr seid beim Auslösen durch die Körperbewegung aus der Schärfeebene herausgerutscht (passiert besonders schnell bei weit offener Blende und/oder je mehr Brennweite Ihr benutzt).  Was in diesem Fall die Ursache für oben erwähnte Probleme ist, kann man wie folgt ermitteln: Falls Ihr Canon verwendet (bei Nikon  und allen anderen SLR Herstellern gibt es sicher Vergleichbares) könnt Ihr Euch im Menü Eurer Kamera unter dem Punkt „AF-Feldanzeige“ den verwendeten Fokuspunkt im Bild anzeigen lassen.  Das kann dann auch in der mitgelieferten Software (Digital Photo Professional) auf dem Monitor angezeigt werden.  So wird schnell ersichtlich, ob der Fokuspunkt auch dort saß, wo Ihr ihn haben wolltet.  Falls nicht, solltet Ihr die Fokusierungsmethode Eurer Kamera verändern (Siehe Betriebsanleitung Eurer Kamera). Das Problem des falschen Fokuspunktes haben häufig Fotografen die im Automatikmodus fotografieren. Hierbei sucht der automatische Focus das am nächsten gelegen Objekt (bei Canon) mit den höchsten Kontrasten. Das zum Fotografen am nächsten gelegene Motiv ist aber leider nicht selten das Motiv, daß man eigentlich nicht unbedingt scharf haben wollte! Hier hilft nur weg vom Automatikprogramm und hin zu einem halbautomatischen Programm wir AV oder TV (Ausnahmsweise auch P). Dort könnt Ihr z.B. einstellen, daß der Mehrfeld – Autofokus zum Punktfokus wird und in Zukunft dort platziert wird, wo Ihr ihn haben wollt. (Beachtet bitte dabei, daß die zentralen Fokuspunkte immer die genauesten sind!)

Wenn der Punkt nun aber dort saß, wo er sein sollte, dann scheidet nun ein falsch gewählter Fokuspunkt als Fehlerquelle aus. Nun kann es sein, daß Eurer Objektiv falsch justiert ist und einen Front- oder Backfokus aufweist. Hierbei kann Euch folgender super Artikel weiter helfen:

http://www.traumflieger.de/desktop/fokusdetektor/fokusdetektor.php

Wenn nun aber das Objektiv richtig justiert ist und das Bild trotzdem unscharf ist, so bleibt nunmehr nur noch das „Herausrutschen“ aus der Schärfeebene durch die eigen Körperbewegung oder die Bewegung des Motivs bzw. auf Grund der Bewegungsunschärfe (oder einer Kombi aus beidem).

Die Bewegungsunschärfe kann nun auf Grund zu langer Belichtungszeiten im Vergleich zur schnellen Bewegung des Motivs entstanden sein, und/ oder auf Grund eines Verwackelns der verwendeten Belichtungszeit, im Vergleich zu der verwendeten Brennweite.

Schaut Euch in Eurem Raw Konverter die verwendete Belichtungszeit an und bildet daraus den Kehrwert:

Z.B. Belichtungzeit 1/200 -> Kehrwert 200. D.h. Die Zahl 200 entspricht der maximal verwendbaren Brennweite in mm (ohne Bildstabilisator), die bei einem 1/200 s Belichtungszeit freihändig ohne Stativ verwendet werden kann, ohne das Bild zu verwackeln (gültig bei Vollformatsensor). Oder anders herum, wenn Ihr eine bestimmte Brennweite verwendet überlegt Euch schnell den Kehrwert der Brennweite und ihr habt die kritische, längst mögliche Belichtungszeit, die Ihr gerade noch freihändig (für den geübten Fotografen ohne Schüttelfrost ;-)) halten könnt, ohne zu verwackeln. Bei einem verwendeten Cropsensor muss die verwendete Brennweite vorher noch mit dem Cropfaktor multipliziert werden. Also z.B. 200mm X 1.6 = 320mm ),d.h. die Kritische Belichtungszeit ist 1/320 s . Ist die Belichtungszeit länger als die kritische Belichtungszeit, dann hilft nur ein Stativ oder das erhöhen der ISO Geschwindigkeit

Ihr dürft dabei bitte aber nicht vergessen, daß es bei diesem Wert dennoch sein kann, unscharfe Bilder zu produzieren, wenn z.B. das Motiv sich sehr schnell bewegt (Bewegungsunschärfe durch das Motiv) oder Ihr den ganzen Tag lang das schwere Teleobjektiv freihändig gehalten habt und der entstandene Muskelkater für ein Tremolo Eures Armes sorgt!

 

Take Home Mesage:

Faustregel: Kritische Belichtungszeit (freihändig)= Kehrwert (Brennweite X Cropfaktor) in sek

 

Im Wildlifebereich hat man es sehr häufig mit sich sehr schnell bewegenden Motiven zu tun, wobei schon einmal Belichtungszeiten von 1/1000 bis 1/2000 oder kürzer nötig sind um die Bewegung ohne Bewegungsunschärfe einzufrieren!


Selektive Schärfung – Technik der Konturenmaske

1. Ausgangsfoto

3 duplizier und start

Abb 1.: fertig bearbeitetes Foto, dupliziert in 100% Ansicht, vor dem finalen Schärfen (*siehe Addendum)

 

Das Foto habt Ihr in Photoshop nach Eurem Geschmack bearbeitet und in der gewünschten Ausgabegröße vorliegen. Zwischenspeicherung in TIFF oder PSD. Zur Vereinfachung das Bild auf die Hintergrundebene reduzieren (falls noch Einstellungsebenen etc. darüber liegen). Nun die Hintergrundebene duplizieren (in der Ebenepalette Rechtsklick auf die Hintergrundebene, „Ebene duplizieren“ anklicken. Oder: in der Ebenenpalette Linksklick auf Hintergrundebene und bei gedrückter Maustaste, die Ebene auf das Icon „Neue Ebene erstellen“ (in Ebenenpalette links neben der Mülltonne) ziehen, dann Maustaste loslassen (siehe Pfeil Abb. 1). Die Ebene wird automatisch dupliziert und es sollte auf Eurem Bildschirm so aussehen, wie unter Abb. 1. Nun kann keine Einstellung Euer hart erarbeitetes, bisheriges Resultat zu Nichte machen, da Euer Bild dupliziert, unter der oberen Ebene in der Ausgangsform vorliegt.

 

2.  Smartobjekt Konvertierung

Als nächstes sollte die Ebenenkopie in ein „Smartobject“ konvertiert werden, für eine verlustfreie, non destruktive Bearbeitungstechnik. Rechtsklick auf die Ebene in der Ebenepaltte und „in Smartobject konvertieren“ anklicken. (siehe Abb. 2)

4smart obj

 Abb 2.: in Smartobject konvertieren (*siehe Addendum)

 

3. Konvertierung in LAB Modus

Euer Ausgangsbild liegt normaler Weise im RBG Modus vor und sollte nun in den LAB Modus konvertiert werden, um mit dem Helligkeitskanal arbeiten zu können. Klickt auf „Bild“, dann „Modus“ und schlussendlich auf „LAB- Farbe“ (siehe Abb. 3). Dabei gehen zwei Fenster auf, hier bitte Smartobject „nicht rastern“ und Hintergrundeben „nicht reduzieren“ klicken.

5 in lab konv

 Abb. 3.: LAB Modus (*siehe Addendum)

 

4. Helligkeitskanal duplizieren

Von der Ebenenansicht nun in die Kanalansicht wechseln (siehe roten Pfeil Abb. 4) und den Helligkeitskanal duplizieren. Wie bei den Ebenen am schnellsten, bei gedrückter linker Maustaste, Helligkeitskanal auf das Icon „neuen Kanal erstellen“ ziehen und los lassen (Icon neben „Mülltonne“ rechts unten. Siehe blauer Pfeil Abb. 4). Nun sollte nur noch die Kopie der „Helligkeit“ aktiviert sein, wie unter Abb. 4 (siehe grüner Pfeil Abb. 4), und Euer Bild wird schwarzweiß.

6 hell kanal dupl

 Abb. 4.: Helligkeitskanal duplizieren (*siehe Addendum)

 

5. Konturen finden

Nun auf „Filter“, „Stilisierungsfilter“ und auf „Konturen finden“ klicken (siehe Abb. 5). Das Bild verändert sich nun wie unter Abb. 6 ersichtlich. Als nächstes werden die gefundenen Konturen invertiert. Dazu wird die Tastenkombination STRG + I gedrückt und das Bild verändert sich wie unter Abb. 7 ersichtlich. Schwarz wird weiß und umgekehrt. Hierbei kann man nun noch sehr viele weiße Strukturen des Hintergrundes erkennen, die im nächsten Schritt eliminiert werden.

7 kontur finden

 Abb. 5 Konturen finden (*siehe Addendum)

 

8 kontur ergeb

Abb. 6: Ergebnis von „Konturen finden“ (*siehe Addendum)

 

9 invert

Abb. 7:  Konturen finden invertiert mit Tastenkombination STRG + I (*siehe Addendum)

 

6. Konturlinien Einstellen

Mit der Tastenkombination STRG + L wird das Fenster für die „Tonwertkorrektur“ geöffnet (siehe Abb. 8).
Wichtig zu wissen ist hierbei, daß die weißen Linien den Strukturen entsprechen, die später geschärft werden sollen. Die Dreiecksregler unter der Tonwertkorrektur müssen nun so verschoben werden (siehe Pfeile Abb.9), daß der Hintergrund gänzlich schwarz wird (!) und nur die zu schärfenden Strukturen wie Augen, Umrisse, Fell etc. deutliche weiße Linien aufweisen! Das bedeutet, daß später keinerlei Strukturen des Hintergrundes, sondern nur die Konturlinien geschärft werden. Hier gibt es keine Richtwerte, und jedes Motiv benötigt hierbei eine andere Einstellung!

10 Tonwertkorr start

 Abb. 8: Tonwertkorrektur (*siehe Addendum)

 

11 Tonwertkorr erg

Abb. 9: Konturlinien optimiert (*siehe Addendum)

 

7. Gaußscher Weichzeichner

Nun sollten die entstandenen sehr „harten“, weißen Konturlinien noch etwas weichgezeichnet werden, um später keinen so stark sichtbaren Übergang zwischen geschärften und ungeschärften Bereichen entstehen zu lassen. Das geschieht am besten unter „Filter“, „Weichzeichnungsfilter“ und „Gaußscher Weichzeichner“ (siehe Abb. 10). Hier wird ca. 1,0 Pixel als Radius eingestellt (meist der korrekte Wert) und bestätigt. Nun haben wir die Linien erzeugt, die später auch geschärft werden sollen.

Jetzt müssen diese Bereiche nur noch ausgewählt werden.

12 Gausscher weichAbb. 10: Gaußscher Weichzeichner mit dem Radius 1,0 Pixel (*siehe Addendum)

 

8. Kanal als Auswahl laden

Dazu klickt man, bei gedrückter STRG Taste, auf die Ebenenminiatur des duplizierten Helligkeitskanals. Dadurch werden die weißen Linien ausgewählt und es entstehen die typischen „Ameisenstraßen“ auf dem Monitor (siehe Abb. 11). Wenn man zur STRG-Taste noch die Umschalt-Taste (Shift) dazu nimmt, weiterhin beide Tasten gedrückt hält und links klickt, werden nicht nur die allerhellsten Weißwerte zur Auswahl hinzugefügt, sondern eben auch Grauwerte. Weiteres Klicken fügt nochmals Grauwerte hinzu. Oftmals ist diese Technik, bei fast allen Motiven, die beste Methode.

14 auswahl hell kanal

Abb. 11. Konturlinien werden als Auswahl geladen (*siehe Addendum)

 

Nun wird der LAB-Kanal in der Kanalpalette wieder aktiviert (siehe Abb. 12). Das Bild sollte wieder farbig auf dem Monitor erscheinen, mit der aktiven Auswahl. Die Kanäle „LAB“, „Helligkeit“, „a“ und „b“ sollten aktiviert sein (Augensymbol vor der Ebenenminiatur). Der bisherige Kanal „Helligkeit kopieren“ sollte nun nicht mehr aktiv sein (kein Auge vor der Ebeneminiatur, siehe Abb. 12)

15 kanäle rück aktivieren

Abb. 12: Aktivierung des LAB Kanals (*siehe Addendum)

 

9. Vorläufiges Selektives Schärfen

Vor dem Schärfen kehren wir wieder in die Ebenenpalette zurück (siehe Abb. 13) und wählen nun als Schärfungsmethode über „Filter“, „Scharfzeichnugsfilter“ den Algorithmus „Unscharf Maskieren“ (siehe Abb. 13). Dabei öffnet sich ein Optionenfenster (siehe Abb. 14). Ganz egal was dort für Werte eingestellt sind, bestätigen wir sofort und erhalten die Ansicht der Ebenenpalette aus Abb. 15.

16 unsch mask wo

Abb. 13: Rückkehr in die Ebenenpalette und Scharfzeichnungsfilter „Unscharf maskieren“ (*siehe Addendum)

 

17 unsch mas

Abb.14: Unscharf Maskieren bestätigen (*siehe Addendum)

 

Da wir einen Smartfilter erzeugt haben, können wir jederzeit später den Filter wieder aufrufen, und die Werte dort nach Belieben verändern. Vorher müssen wir nur noch die Fülloption des Filters auf „Luminanz“ umstellen, um durch den Filter keinerlei negative Scharfzeichnungsfolgen im Farbkanal  zu erhalten. Dazu klickt man doppelt auf das kleine Reglericon rechts neben “unscharf maskieren“, unterhalb des Smartfilters in der Ebenenpalette. (siehe Pfeil Abb. 15). Dadurch öffnet sich ein Fenster „Fülloptionen (Unscharf Maskieren)“, in dem der Modus von „Normal“ auf „Luminanz“ umgestellt werden sollte. Anschließend mit „OK“ bestätigen.

19 Fülloptionen unsch mas

 Abb. 15: Fülloption des Filters auf LUMINANZ ändern (*siehe Addendum)

 

 

10. Definitives selektives Schärfen

Nun nehmen wir das endgültige Schärfen unseres Motivs vor. Dazu sollte das Bild in 100% Ansicht vorliegen. Ein Doppelklick auf „Unscharf Maskieren“ in der Ebenenpalette (Siehe Pfeil Abb. 16) öffnet das Optionenfenster des Schärfungsalgorithmus. Bitte nicht die Vorschau im Filterdialog beachten, da die Schärfung hier immer auf das ganze Motiv angewandt wird und nicht auf die Konturen, die wir mühevoll erarbeitet haben. Die Schärfung kann jedoch in der 100% Ansicht im Dokumentenfenster auf dem Monitor begutachtet werden (nur hier wird die Wirkung der Filtermaske korrekt angezeigt), und deshalb sollte das Bild auch in der 100% Ansicht vorliegen!

Die Werte für „Stärke“ können hierbei recht weit nach rechts gezogen werden, was bei einer Schärfung ohne Filtermaske das Bild ruinieren würde. Den Radius ca. um 1 Pixel herum und den Schwellenwert eher niedriger halten. Es gibt hier keine Richtwerte, und jedes Motiv benötigt eine andere individuelle Einstellung. Das Ergebnis der Veränderung der Hebel kann im Dokumentenfenster 1:1 begutachtet werden (siehe Abb. 16). Wenn Ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid, dann mit OK bestätigen. Wenn Ihr auf das Augensymbol in der Ebenenpalette der obersten Ebene klickt (siehe blauer Pfeil Abb. 16), könnt Ihr bei abwechselnder Deaktivierung und wieder Aktivierung der Ebene, sehr gut den erzielten Effekt im Vergleich zum Ausgangsbild begutachten

20 unscharf maskierenAbb. 16.  Endgültiges Schärfen mit erzeugtem Smartfilter (*siehe Addendum)

 

11. Optionale weitere Verbesserungen:

Die Filtermaske kann nun noch mit allen bekannten Methoden der Maskenbearbeitung verbessert werden. Pinsel mit schwarzer Farbe auf die Maske gemalt, führt zur einer weiteren Maskierung von Bereichen, die nicht geschärft werden sollten. Pinsel mit weißer Farbe hingegen würde Bereiche hinzufügen, die zusätzlich geschärft werden sollten. Hierbei kann mit der Deckkraft, Form und Weichheit des Pinsels gespielt werden. Eine „Maskenverbesserung“ mit Doppelklick auf die Filtermaske oder eine Veränderung der Deckkraft der ganzen Ebene, kann weiterhin hilfreich bei der Bearbeitung sein (eine genaue Anleitung würde hierbei leider den Rahmen des Tutorials sprengen).

 

12. Finalisierung und Abspeichern

Wenn Ihr nun zufrieden mit dem Resultat seid (siehe Abb. 18), sollte das Bild vor dem Abspeichern zurück in den RGB-Modus gebracht werden. Hierfür klickt man auf „Bild“, „Modus“ und anschließend auf „RGB Farbe“ (siehe Abb. 17). Die sich dabei öffnenden Fenster „Rastern“ und „Reduzieren“, können nun je nach weiterem Vorgehen bestätigt, oder abgelehnt werden. Ein Rastern des Smartfilters würde eine normale Ebene produzieren, und ein „Reduzieren“ würde die Ebenen zur Hintergrundebene vereinen (siehe Abb. 18).

22 zurück in RGB

Abb.17: Modusänderung in RGB Farben vor Speicherung (*siehe Addendum)

 

23 Endbild

 Abb. 18: Finales Ergebnis auf Hintergrundebene reduziert (*siehe Addendum)

 

Nun kann das fertige  Bild in dem gewünschten Ausgabeformat JPEG und/oder TIFF abgespeichert werden.

 

ADDENDUM

Falls Euch mein Tutorial gefallen haben sollte, könnt Ihr dies gerne teilen und weiter verbreiten. Ich habe festgestellt, daß diese Technik unter vielen Fotografen leider sehr wenig bekannt ist, jedoch führt diese Vorgehensweise zu den besten Ergebnissen, aller mir bekannten Schärfungstechniken (inkl. Hochpass Methode)

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* Abb. 1- Abb. 18:  Adobe product screenshots (Adobe® Photoshop CS 6 ®) reprinted with permission from Adobe Systems Incorporated.”