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Feiyu G4 3-Achsen Gimbal – Ein erster Praxistest auf dem Dürrenstein

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BEISPIELVIDEO mit dem Gimbal und der GpoPro 3 aufgenommen

Schon lange war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit auf meinen Touren möglichst handlich, leicht und platzsparend, aber dennoch mit bestmöglicher Bildqualität und stabilisiert, Filmmaterial „aus der Hüfte“ anfertigen zu können. Dabei wollte ich eigentlich nicht jedes mal ein Stativ aufbauen müssen und die Spiegelreflex mit superschwerem Videokopf montieren oder den sowieso meist schon bis oben vollgestopften Rucksack mit einer unhandlichen Steadycam zusätzlich belasten. Continue reading Feiyu G4 3-Achsen Gimbal – Ein erster Praxistest auf dem Dürrenstein

Sonnenuntergangstour Thaneller

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Zum Sonnenuntergang wollte ich schon immer einmal auf den Thaneller (2341m) in den Lechtaler Alpen steigen. Der Thaneller ist ein Paradeaussichtsberg von dem man rundherum „barrierefrei“ einen Panoramaausblick genießen kann. Nachdem wir im November südseitig auf Grund des unglaublichen Wetters fast bis knapp unter den Gipfel keinerlei Schnee hatten, der nordseitige Klettersteig aber schon teilweise unter Schnee begraben lag, entschlossen wir uns für den Normalweg. Der Aufstieg von Berwang ist kurz und knackig, sprich recht steil, sind doch knapp 1050hm auf kurzer Entfernung zu überwinden. Hat man den Waldgürtel und die ausgedehnten Latschenfelder einmal hinter sich gelassen, öffnet sich ein traumhafter Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Bei der kleinen Einsattelung kann man zum ersten Mal den Gipfel sehen, der hier immer noch recht weit entfernt scheint. Auf einem schmaler werdenden anfänglich breiten Rücken steigt man in mehreren Aufschwüngen dem Gipfel empor. 100m unter dem Gipfel empfing uns ein heftiger, bereits sehr kalter Föhnsturm, und auf dem Gipfel mussten wir uns sofort in die „Daunenausrüstung“ werfen, so kalt war es durch den Wind. Gott sei Dank war der Sonnenuntergang nicht mehr fern. Continue reading Sonnenuntergangstour Thaneller

STERNENSUCHER 2014 – NICHTS ALS STERNE IM KOPF

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Einfach nur Sterne … genau um das geht es heute in diesem Post.

Ich habe für euch einmal die besten Nachtbilder aus der bisherigen Saison 2014 zusammengesammelt, die mit den Sternen und Co. zu tun haben.

Los ging es 2014 mit ein wenig Deep Sky aus dem Garten, den Polarlichtern auf Island und der Milchstraße direkt vor der Haustür. Meine persönlich „Milchstraße“ führte mich jedoch auch auf die Berge Tirols, nach Frankreich, in die Taiga von Schweden und an die Bergseen in der Schweiz und dem Trentino. Continue reading STERNENSUCHER 2014 – NICHTS ALS STERNE IM KOPF

THIS IS WHERE I LIVE

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Panorama Mieming Nacht Blog

 

Mein Wohnort bei Nacht im 360º Blick mit Milchstraße und Halbmond. Das Bild zeigt ein 3 zeiliges Panorama aus 12 Bildern pro Zeile und jeweils ein weiteres Bild für Zenit und Nadir, also insgesamt 38 Aufnahmen. Stitching Software: PTGUI PRO.

Wenn Ihr mich begleiten wollt, auf einen nächtlichen Ausflug in meine Wahlheimat, dann klickt doch einfach HIER! Kurz darauf könnt Ihr sehen, was ich sah in jener Nacht, in einem 360º QUICKTIME PANORAMA. Legt euch einfach in das “Gras” und lasst den Blick in den Sternenhimmel schweifen! Viel Spaß!

Nachts hat man deutlich weniger Probleme (ausser bei Vollmond) starke Belichtungsunterschiede (Sonne) im Panorama in den Griff zu bekommen. Dennoch sollte man die Aufnahmen zügig belichten, da auf Grund der Erdrotation sich Sterne und Milchstraße scheinbar weiterbewegen, und so zu Ungenauigkeiten führen. Ebenso ist ein stabiles Stativ, ein verlässlicher Panoramakopf (Nodalpunkt) und ein lichtstarkes Objektiv essentiell für ein gutes Ergebnis eines nächtlichen Panoramas. Die Dunkelheit sollte bei der Planung ebenso wenig ausser Acht gelassen werden: Der Autofokus funktioniert in der Regel nicht, so daß Begriffe wie “Unendlichkeitseinstellung” oder Hyperfokaldistanz keine Fremdworte darstellen sollten. Das Bedienen des Panoramakopfes, als auch der Kamera sollte “blind” und zügig durchgeführt werden können, sonst verliert man schnell kostbare Zeit, was wiederum zu Bildungenauigkeiten mit nachfolgender, verstärkter Retusche im Postprocessing führt. 

 

Oh my God, it´s full of stars

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 My God, it´s full of stars

Was soll ich sagen … der Wetterbericht war ideal, die Tour schon lange geplant … also alles gepackt und ab ins Stubaital. 28 Grad im Schatten ist für die meisten ja eher ein Anreiz zum Schwimmen zu gehen, nicht jedoch für uns. Der Aufstieg zur Franz Senn Hütte mit 22kg Foto- und Bergausrüstung auf dem Rücken, ließ in einem jedoch schon die Frage aufkommen, wieso man sich das antut und nicht wie alle anderen an einem See liegt.

Das Ziel war eigentlich einer der schönsten Bergseen Tirols, der auf 2665m gelegene Rinnensee. In der Hütte “eingecheckt”, bezogen wir (meine Frau, unsere beiden Hunde und ich) unser gemütliches Zweibettzimmer, das wir geplanter Weise quasi nur als Basecamp nutzen wollten: Wer am Rinnensee bis ca. 1.00 Uhr morgens fotografieren möchte, hat danach noch eine Stunde Abstieg durch die Dunkelheit vor sich, auf einem recht beschwerlichen Weg zur Hütte. Nachdem es auf der Hütte nur Frühstück bis 7.30 Uhr gibt, sollte diese Nacht also nicht allzu lange werden. Ein Zelt war diesmal keine Option, wir hatten nämlich keine Lust die ganze Nacht im Schnee zu verbringen, denn die Auskunft des Hüttenwirtes erbrachte, daß ab ca. 2400m noch recht viel Schnee läge.
Nach einem leckeren Abendessen machten wir uns auf die Socken Richtung Rinnensee. Die verdutzte Frage: “Wo wollt Ihr jetzt noch hin???” hörte ich noch immer in meinen Ohren schallen und hatte dabei das verständnislose Gesicht der Bedienung der Hütte vor Augen, als die Hütte unter uns immer kleiner wurde und wir schwer beladen, gegen 20.00 Uhr in Richtung Rinnensee stapften. Die 450 Höhenmeter von der Hütte fühlten sich irgendwie  doppelt so weit an, nach dem üppigen Drei-Gänge-Menü mit den schweren Rücksäcken auf dem Buckel. Unser steiler und beschwerliche Aufstieg über teilweise riesiges Blockwerk und durch zahlreiche rauschende Bergbäche, wurden von einem Pfeifkonzert der Murmeltieren eskortiert, die sich wohl über die späte Störung ärgerten und unsere beiden Jagdhunde beinahe um den Verstand brachten. Kurz vor dem letzten Aufschwung präsentierte sich, in bester Pose und Abendlicht, eine Gämse auf einem Felsvorsprung, perfekt freigestellt gegen einen dramatischen Abendhimmel, in idealer Distanz für ein 500mm Objektiv. In mich hinein fluchend verteufelte ich alle Hersteller schweren Fotoequipments. Natürlich hatte ich die schwere und unhandliche Telelinse nicht auch noch mitgenommen. Die Gämse ließ sich nicht durch die späte Ruhestörung und mein „Gefluche“ aus der Fassung bringen und beobachtet unser, für sie wohl ungewohnt spätes Eindringen in Ihr Revier, von ihrer Aussichtskanzel. Erst durch das aufgebrachte Winseln unserer beiden Jagdhunde, die gegen einen kleinen “Nachtisch” wohl nichts einzuwenden gehabt hätten, wurde es dem Gamsbock doch etwas mulmig und er verschwand von seinem Ausguck.
Über den letzten Buckel und wir waren am See … d.h. das was Eis und Schnee in diesem Jahr bisher von dem See freigeben hatten. Der Rest lag noch immer unter einer dicken Schneedecke begraben. Wir waren dort schon häufig früher im Jahr unterwegs, jedoch lag dort noch nie so viel Schnee wie in diesem Jahr. Die Spiegelung der Milchstraße konnte ich nun also teilweise vergessen … Kopfschüttelnd stapfte ich durch den weichen Schnee am Ufer entlang, um eine geeignete Position für meine Kamera zu finden, um möglichst viel “Spiegelung” der gegenüberliegenden Bergkette mit auf das Bild zu bekommen … “Moment mal” … vor kurzem gab es doch noch eine gegenüber liegende Bergkette … Jetzt hatte sich eine riesige Nebelwand wie eine gigantische Decke über das komplette Bergmassiv gelegt und rollte auf uns zu. Ein “na toll” kam mir gerade noch über die Lippen, und Minuten später standen wir in dichtem Nebel. Meine Frau und Hunde hatten es sich bereits in ihren Daunenklamotten mit Tee und Decke gemütlich gemacht und ein kleines gemütliches “Biwak” auf einem großen Felsen eingerichtet, der perfekt geschützt wie ein gigantischer Ohrensessel halb geöffnet zur Seeseite lag. “Es ist doch erst 10 Uhr”, versuchte sie mich zu trösten und gab mir eine Tasse heißen Tee. Der Blick ins Smartphone zeigte noch immer ein “wolkenlos für die ganze Nacht”, in der aktualisierten Wetterapp. So kuschelten wir uns zu viert in den “Ohrensessel” und sahen dem Nebel dabei zu, bei dem was Nebel ebenso macht: mein Motiv verhüllen! Gefühlte Stunden später gaben die sich auflösenden Schwaden, den Blick plötzlich (um ca. 11.00 Uhr) teilweise wieder frei und ich machte ein paar Probeaufnahmen. Obwohl es für das Auge bereits fast komplett dunkel war, sah meine Kamera das anders, so daß es für die geplanten Milchstraßenaufnahmen wohl noch mindestens eine Stunde dauern würde. Der Nebel verdichtete sich erneut, um sich Minuten später wieder aufzulösen. Die ersten Sterne erschienen, jetzt für die an die Dunkelheit adaptierten Augen. Doch mit den ersten Sternen erschien noch etwas ganz anderes, auf das wir gerne verzichtet hätten: Wetterleuchten … noch mehr Wetterleuchten … Der panische Blick auf das Blitzradar ergab nur folgendes: “kein Netz”. Keine Verrenkung oder noch so artistische Einlagen auf einem exponierten Felsen führte zu dem gewünschten Ergebnis, eine günstigere Position für ein besseres Netz zu bekommen. Die Netzbalken blieben verschwunden.
Wer schon einmal ein Gewitter in über 2000m Höhe miterlebt hat so wie wir, ist nicht besonders scharf darauf dieses “erleuchtende” Erlebnis zu wiederholen. 
Der Nebel verdichtete sich erneut und das Wetterleuchte nahm zu…
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Meteorologen dafür entschuldigen, was ich in dieser Nacht über sie gesagt oder gedacht habe… 
Es half jedoch kein Zetern oder Jammern, die Ausrüstung wurde zusammengepackt und wir machten uns schleunigst an den Abstieg. Der zu Beginn weglose Abstieg über Blockgelände gestaltete sich in der Nacht und bei Nebel nicht ganz so einfach. Die wenigen Wegmarkierungen und Steinmänner waren nur Dank extrem leistungsfähiger Stirn- und Taschenlampen aufzufinden. Ein GPS Gerät war zwar zur Hand, jedoch hätte ein auch noch so kleines Versteigen ein großen Zeit- und Kraftverlust in diesem Gelände nach sich gezogen und schließlich war das Wetterleuchten zwischenzeitlich nicht weniger geworden. Der Schein unserer Lampen war die einzige Lichtquelle, die die wenigen Meter des Berges vor uns erhellte. Ohne sie war es auf Grund des Nebels stockfinster um uns herum, selbst für das an Dunkelheit adaptierte Auge. Der weitere Abstieg über Schotter, Geröll und Altschneefelder ging jedoch problemlos, so daß wir schnell an Höhe verloren und schließlich zügig an die Gletscherseitenmoräne zurückkamen.
Jetzt deutete meine Frau Richtung Himmel, den ich die letzten Minuten, vor lauter mich über die Meteorologie ärgern, ganz vergessen hatte. Der Himmel war nun sternenklar und  gab den Blick auf eine beeindruckende Milchstraße frei. Das Wetterleuchten im Süden war zwar nicht ganz verschwunden, aber jetzt ohne Nebel konnte man deutlich sehen, daß dort im Süden keine bedrohliche Gewitterfront auf uns zukam. Das Wetterleuchten stammte wohl von einem weit in Südtirol tobenden Gewitter.
Wir waren ca. 200m oberhalb der Hütte, so daß der Blick noch immer wunderbar über das weite Oberistal schweifen konnte. Zwar ohne Rinnensee und Spiegelung, aber so kam ich doch noch zu meinem Milchstraßenpanorama.
(Wer Stanley Kubricks 2001 Odyssee im Weltraum kennt ist sicher aufgefallen, daß der Titel meines Panoramas, als bescheidene Hommage an diesen einmaligen Film gedacht sein soll)