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OSTERSEEN

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Südlich des Starnberger Sees liegen die, im Vergleich zum erstgenannten, kleinen Osterseen. Die Osterseen bestehen aus 20 größeren benannten und 15 kleineren unbenannten Einzelseen. Die traumhafte und fast vollkommen naturbelassene östliche Uferseite des “großen Ostersees “braucht jedoch nicht den Vergleich mit dem großen Bruder zu scheuen. Große Teile der Osterseen sind seit 1981 zum Naturschutzgebiet deklariert worden, mit einer Fläche von 1.083 ha. Davon entfällt etwa ein Drittel auf die Oberflächen der Gewässer, 494 ha sind Hoch-, Nieder-, und Zwischenmoore, 172 ha bestehen aus naturnahem Mischwald. Continue reading OSTERSEEN

Flamingos am Forggensee

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Vielleicht hat es der eine oder andere bereits aus der Lokalpresse erfahren, daß sich 5 Flamingos in Bayern am Forggensee, unweit Neuschwansteins, niedergelassen haben. Die Experten halten die Flamingos für Zooflüchtlinge, jedoch sind diese weder beringt noch vermisst diese bisher irgendein Zoo. Auf alle Fälle sind diese wunderschönen „Zuagroasten“ momentan Attraktion Nr. 1 am Forggensee. Was wohl König Ludwig dazu gesagt hätte?

Ich wollte es mir natürlich nicht nehmen lassen, mich auf die Suche nach den Flamingos zu begeben, denn wann kann man denn in Bayern schon in freier Wildbahn Flamingos fotografieren? Die Info die ich hatte war: 5 Flamingos am Forggensee, in der Nähe von Schwangau, in Sichtweite Neuschwansteins. Einige Amateur Aufnahmen kursierten bereits im Internet. Ich interessierte mich dabei aber eher für den Hintergrund, um nach markanten Geländestrukturen zu suchen. Nach der Recherche mit Google Earth war schnell klar, daß sie sich in der Brunner Bucht, östlich des Brunner Campingplatzes aufhalten.

Beachtrolly und Fotoausrüstung gepackt, ging es bei strahlendem Sonnenschein Sonntags Richtung Fernpass. In München herrschte den ganzen Tag Hochnebel, so daß ich hoffte, daß das schöne Wetter wenigstens bis Schongau reichen würde. Exakt an der Ortsgrenze zu Reute wurde es dann schlecht! Soviel zum schönen morgendlichen Fotolicht.

Am Parkplatz kurz vor dem Campingplatz herrschte Leere bis auf ein Auto, so daß ich bereits fürchtete, daß die Flamingos bereits weg waren oder ich mich hinsichtlich der Einschätzung, wo sie denn zu finden seien, geirrt hatte. Nach ca. 500m Fußmarsch konnte ich jedoch aufatmen: alle 5 Flamingos „fischten“ im seichten Wasser, recht nahe an der momentan leider nicht sehr fotogenen Uferzone. Schnell baute ich alles auf und ließ den Auslöser „glühen“. Es war zwar leider nichts mit dem “geplanten“ Morgenlicht, dennoch fungierte der Hochnebel als gigantische Softbox, der die verschiedenen Rottöne der Flamingos wunderschön zur Geltung brachte (und Flamingos zusammen mit Schwänen hat man sonst wohl auch nur im Zoo).

Nach ein paar Stunden füllte sich der Strand mit Flamingo-Schaulustigen, die wohl einen Fotografen, der sich auf dem Bauch liegend, im Schlick wälzte (für einen möglichst tiefen Standpunkt der Kamera), genauso interessant zu finden schienen, wie die Flamingos selbst. Die Flamingos fanden es jedenfalls genauso doof wie der Fotograf (besonders die schreienden Kinder) und bewegten sich immer weiter in Seemitte. Als der 2er Konverter auf dem 500er zu kurz wurde, beschloss ich alles zusammen zu packen.

Falls Ihr die Flamingos sehen wollt, würde ich Euch empfehlen möglichst früh zu starten (wenig Leute und Licht im „Rücken“. Laut Aussage des NABU Sprechers könnte es sein, daß die Flamingos noch eine Zeit lang am Forggensee verweilen, da sie wohl ausreichend Nahrung fänden.

Auf der Heimfahrt kam mir dann noch ein Turmfalke “vor die Linse“, der gleich neben der Straße im schönsten Rüttelflug nach Beute Ausschau hielt. Warnblinker und das Auto als Tarnversteck wirken manchmal Wunder.