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UNBEDINGT LESEN: Take Action!

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Noch bis zum 5 Dez. ist Zeit, die Regierung von British Columbia in Kanada davon abzubringen ihren geplanten Gesetzesentwurf durchzusetzen, Wölfe das ganze Jahr ohne Ausnahme zu bejagen. Das hört sich jetzt vielleicht bei erstem Hinhören nicht so dramatisch an, jedoch würde dies Folgendes bedeuten:

Die Wölfe dort könnten u.a. ab sofort mit Maschinengewehren vom Helikopter aus abgeschossen werden, vergiftet, erschlagen oder anderweitig gemeuchelt werden. Trächtige Fähen (Wölfinnen)  als auch Welpen dürften wahllos getötet werden. Wenn man in British Columbia auf die Entenjagd gehen möchte, braucht man eine Lizenz, Wölfe hingegen kann dort jeder wie Ungeziefer wahllos töten.

Ian Mc Allister, ein bekannter Wolfsforscher und Fotograf, Autor und Gründer der Organisation Pacificwild.org sieht hinter der Kampagne die Lobby der Rinderfarmer und Jäger. Die Wölfe sollen im ganzen Bundesstaat systematisch ausgelöscht werden, da einzelne Rinder oder andere Nutztiere immer wieder Wölfen zum Opfer fallen. Wie bei uns in Europa steht jedem Farmern ohnehin von der Regierung eine Entschädigung für jedes durch einen Wolf getötete Rind zu, und die Verluste durch Wölfe sind nachweislich ohnehin sehr gering. Des Weiteren werden die Wölfe für die in den letzten Jahren dramatisch abgenommen Caribou Bestände verantwortlich gemacht. Wissenschaftliche Studien hingegen, konnten die in der letzten Dekade dramatisch zugenommene Abholzung, der lokalen Urwälder, als Hauptursache entlarven.

Es ist unbedingt nötig, daß wir die wenigen uns zur Verfügung stehenden Mittel voll ausschöpfen, um diesen geplanten Entwurf zu verhindern. Im Great Bear Rainforest in British Columbia leben die Küstenwölfe, eine Subpopulation des Timberwolfes. Zu Recht werden diese Wölfe als die letzten wirklich wilden Wölfe unseres  Planeten bezeichnet. Diese Population ist endemisch, das bedeutet, daß diese Wölfe nur dort vorkommen und sich unabhängig (da auf Inseln lebend) von der durch bereits starken Bejagung dezimierten, genetisch verarmten Timberwolf Population des Festlandes, entwickeln konnten. Das Biotop des dort ansässigen Küstenwolfes ist weltweit einzigartig, auf Grund seiner Unzugänglichkeit für den Menschen. Dieses Biotop hat durch die dramatischer Rodungen und Erschließungen der Küstenregionen in den letzten Jahren arge Verluste hinnehmen müssen, und jetzt soll der dort ansässige Wolf auch noch jegliche Rechte, durch eine  Gesetzesänderung , aberkannt bekommen.  Der Gesetzesentwurf der ansässigen Regierung würde über kurz oder lang, zu einer Auslöschung der Küstenwolfpopulation führen.

Bis 5. Dezember haben wir die Chance die Regierung von Britisch Columbia von ihrem Vorhaben abzubringen. Unter : http://www.env.gov.bc.ca/fw/public-consultation/grey-wolf/ können wir unseren Protest direkt an diese Regierung senden. Wer schon einmal im Great Bear Rainforest war, oder plant dieses Naturjuwel zu besuchen, weiß um die Schönheiten, die diese Region mit seiner nahezu intakten Biodiversität zu bieten hat. Weiter unten findet Ihr ein Video, in dem man sich gut ein Bild von dieser Naturschönheit machen kann, welche übrigens gerade durch die Planung einer Ölpipeline gefährdet wird. Nur dort kommen die Küstenwölfe und die extrem seltenen Spirit- oder Ghost- Bären (weißer Schwarzbär jedoch kein Albino) vor. Wenn wir unseren Kindern nicht einmal erklären wollen müssen, warum wir nicht mehr dafür getan haben um zu verhindern, daß ganze Tierarten vom Planeten unwiederbringlich verschwinden, dann müssen wir endlich aufwachen aus unserer Lethargie und der sehr bequemen Ansicht, daß man als einzelner sowieso nichts ändern kann. Jeder Mensch kann dafür etwas tun, damit die Schätze unseres Planeten nicht zerstört werden oder verschwinden und damit sie nicht nur für die nächsten Generationen erhalten bleiben, sondern auch für den Erhalt der Biodiversität selbst bzw. der Aufgabenfunktion einer jeden Rasse in dieser Kette. Die Auslöschung einer Art führt zwangsläufig zu einem Ungleichgewicht zwischen Raub- und Beutetier, mit für uns heute nicht abschätzbaren Folgen. Noch können wir etwas tun, damit es dem Wolf nicht so geht wie dem Tasmanischen Tiger oder “Lonesome George” !

Bitte helft mit, es kostet keinen Cent nur 5 Minuten Eurer Zeit und teilt meinen LINK:     KLICKT HIER

SPOIL from EP Films on Vimeo . Hier könnt Ihr Euch selbst ein Bild vom Great Bear Rainforest in British Columbia machen

Interview im Wissenschafts TV

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Wenn ihr mich einmal im Wissenschafts TV sehen wollt dann klickt hier:  

Bitte den Bericht anklicken “Gefahr aus dem All”, skip Intro (oben rechts) oder Intro anschauen und dann auf den Beitrag “Auf der Suche nach Meteoriten” (wieder oben rechts)

Die Ganze kam dadurch zu Stande, dass ich in der Nacht vom 21. Feb diesen Jahres mit meiner Fotoausrüstung losgezogen war, um einen nächtlichen Zeitraffer aufzunehmen. Auf einem Feld knapp außerhalb meines Wohnorts hatte ich meine Kamera programmiert, in regelmäßigen Abständen eine Langzeitbelichtung durchzuführen, um die Erdrotation in Relation zum Sternenhimmel später am PC mit einem kleinen Video festzuhalten. Es war die erste klare Nacht seit Tagen und es war bitter kalt.

So ca. gegen 22.00 wurde es schlagartig hell um mich und eine riesige Feuerkugel zog über das Firmament Richtung NW. Die Feuerkugel tauchte die Umgebung in ein gespenstisches türkisfarbenes Licht. So schnell wie die Erscheinung aufgetaucht war, verschwand sie auch schon wieder über den Bergen. Mit einem deutlich hörbaren Detonationsknall verabschiedete sie sich noch Sekunden später. Ich weiß nicht mehr wie lange ich dort noch mit offenem Mund gestanden habe, bis ich realisiert hatte, dass ich gerade Zeuge eines Meteors geworden war. Das weiterhin regelmäßige Auslösegeräusch meiner Kamera riss mich wohl aus meinem tranceartigen Zustand. Die Kamera hatte die ganze Zeit weiterhin ausgelöst und ich hoffte, dass ich das Schauspiel eingefangen hatte. Die Kamera nahm das Geschehen zwar etwas weiter nördlich ausgerichtet auf, da jedoch ein Ultraweitwinkel montiert war, standen die Chancen gar nicht schlecht.

“Yes”, schrie ich in die Nacht hinein, als ich die aufgenommene Bilder auf meinem Display betrachtet. Die Feuerkugel war zwar sehr weit links am Rand einer Aufnahme gelegen, aber ich hatte sie im Kasten. Was noch viel besser war, das gespenstische Licht war deutlich zu sehen.

Zu Hause postete ich das Erlebte im Forum für Feuerbälle und Meteoriten von Meteoris und ein Tag später meldete sich Thomas Grau vom ERFM (European Research Center for Fireballs and Meteorites). Er wollte haarklein, detaillierte Infos über den Feuerball.

So entstand ein Artikel in der Fachzeitschrift “Sterne und Weltraum” (7/2012) mit der Publikation meiner Fotos und ein halbes Jahr später wurde ich von Thorsten Schwanke (Moderator vom ARD) für einen Beitrag auf seiner Internetplatform WQ-TV interviewt. Das Ergebnis könnt ihr unter dem Link weiter oben betrachten. 

Das Zeitraffervideo könnt Ihr hier nochmal sehen:

Shooting Star
Category : Night
Hits : 4355

 

Es kann manchmal ganz schön interessant sein, spät am Abend, wenn alle vor dem Fernseher sitzen, draußen beide Ohren und Augen offen zu halten. Laut Thomas Grau war ich sehr nahe (nur wenige Kilometer) am Geschehen dran, wie kein anderer Augenzeuge sonst. Die Erscheinung war bis Frankreich sichtbar und dennoch hat bei uns in der Gegend scheinbar keiner etwas mitbekommen.

 

Orion und Jupiter

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Nachdem ich am Abend Skyfall (der neuen James Bond) mit meiner Frau im Kino gesehen hatte, wollte ich “meinen” nächtlichen Sky, kurz vor dem Schlafengehen noch einmal genießen. Also raus auf den Balkon und den Kopf in den Nacken gelegt.
Was sich mir dort so ca. gegen 00.00 Uhr bot, war ein wahrer Augenschmaus für jeden Astronom und “Restlichtfotografen”. Südöstlich war das für den Winter auffallendste Sternenbild Orion prächtig sichtbar, trotz angekündigtem Regen bereits für die erste Nachthälfte (danke lieber Fön). Zwischen den “Beinen” von Orion (bereits mit bloßem Auge sichtbar) liegt M42 der Orionnebel, der flächenhellste Emissionsnebel des Himmels, in dem die Entstehung von neuen Sternen zu beobachten ist (dafür benötigt man leider etwas mehr als ein Fernglas). Nördlich über Orion, als hellster Punkt am südöstlichen Firmament kein Stern, sondern der Planet Jupiter nahe der Ekliptik.
Ich kann jedem der ein gutes Fernglas oder ein Teleskop hat, nur dazu ermuntern einmal einen Blick damit auf Jupiter zu werfen. Es ist ein toller Anblick die charakteristischen Streifen des Gasriesen, mit einem Äquatordurchmesser von 143.000 Kilometern (damit ist Jupiter der größte Planet unseres Sonnensystems), zu beobachten. Ich habe hierfür ein Svarovsky Spektiv mit 50-facher Vergrößerung, welches eigentlich für die Tierbeobachtung benützt wird, verwendet und die Streifen richtig gut erkennen können. Nordwestlich von Jupiter kann man bereits mit bloßem Auge den offenen Sternhaufen der Plejaden (M45) erkennen. Südwestlich von Jupiter liegt der rote Riese Aldebaran, den ich extra nur für Dich liebe Özlem markiert habe. Am linken Rand des Bildes ist der momentan lichtschwächere Ast der Milchstraße zu sehen.
Wenn ich nicht schon im Pyjama gewesen wäre, wäre ich nochmal mit der Kamera losgezogen und ich war wirklich kurz davor … aber nach Skyfall im Kino wollte ich eigentlich als nächstes nur noch ins “Bett-fall” -en ! So stand ich frierend in meinem Pyjama auf meinem Balkon und hab’ noch einmal kurz das Stativ ausgepackt, um mit Euch diesen Anblick zu teilen. Rechts unten sind ein paar Kiefern sichtbar, die durch die Straßenbeleuchtung aufgehellt wurden, und links unten wird die Lichtverschmutzung in den Wolken deutlich, durch das weiter im Osten gelegene Innsbruck.

ExcitingBig SmileVictory<- Ich im Dunkeln

 

Coverfoto Chip Foto Video

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Ja was soll ich sagen … heute lag die neue Ausgabe der Chip Foto Video in meinem Briefkasten und beim Austüten kam mir das Titelbild seltsam bekannt vor:

 Cover

… Lag vielleicht daran, daß es sich um mein Foto handelte … so ist es wenn man bei iStockphoto.com seine Bilder verkauft. Die Bilder werden auf dem internationalen Markt angeboten und manchmal landet ein Bild von mir durch Zufall wieder in meinen Händen. Ist schon manchmal richtig cool zu sehen was alles mit meinen verkauften Bildern so passiert! Der Chefredakteur hat mir geschrieben, daß die Story wie das Bild entstanden ist, mit kurzer Vorstellung des Fotografen (wie es normaler Weise in jeder Ausgabe üblich ist) diesmal leider keinen Platz gefunden hat. Tja, Glück und Pech liegen oftmals sehr nahe zusammen!

 FuriousAhh!Too Sad

Erlebnisse im Wildpark Poing – oder warum Frieren manchmal besser ist

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Was macht ein Wildlifefotograf wenn das Wildlife nicht so will oder er die Schnauze voll hat vom ständigen Frieren der Ansitzfotografie? Genau er geht in den nächsten Zoo oder Wildpark!
Der Wildpark Poing war für mich da ich schon einmal in München war, leicht zu erreichen und eine gern genommene Möglichkeit selbst nach ausgiebigem Ausschlafen und ordentlichem Frühstück einen halben Tag lang heimische Wildtiere abzulichten.
Wobei heimisch … wurde nicht vor kurzem Bruno dem Bären in Bayern die Staatsbürgerschaft entzogen und ihm als amtliche Beglaubigung noch eine Ladung Schrot auf den Pelz gebrannt, so dass der heimische Bestand wieder auf NULL schrumpfte? Bären und Wölfe wären bei uns in Bayern, Tirol, Schweiz und Südtirol heimisch, heimisch sein dürfen sie dort jedoch scheinbar aber nur in ausgestopfter Form über dem Kaminsims eines Jägers an der Wand oder eben im Museum für Mensch und Natur in München Nymphenburg. Mensch und Natur … das sind oftmals zwei Dinge die sich zu widersprechen scheinen. Dies wurde mir im Wildpark Poing wieder einmal (Wild)-LIVE vor Augen geführt.
“Kuck mal, ein Rehhhhhhhhh ….” vor Entzückung quietschend sprang die Mitfünfzigerin auf das verschreckte Tier zu und wedelte wild fuchtelnd mit der am Eingang erworbenen Futtertüte. Vorsichtig schaute ich mich nach rechts und dann nach links um, um zu erörtern ob die Dame wirklich dieses Tier meinte, dem sie gerade eine Hand voll der Körner aus der prallen Futtertüte ins Maul zu stopfen versuchte. Das arme Tier vollgefressen durch die Mastattacken aller zuvor vorbei gekommenen Besucher, die es fälschlicher Weise ebenfalls für ein Reh gehalten hatten, versuchte sich der Mast zu erwehren. Doch die Flucht war keine Option, denn schon standen die beiden dicken Enkel der Dame parat, die das “Reh”, einer links, der andere rechts, fachmännisch wie einen auf der Auer Dult geschossenen Teddy zu herzen versuchten. “Arme Kinder” dachte ich als mir klar wurde, dass die Dame keineswegs versucht hatte Ihre beiden Enkelkinder hoch zu nehmen. Sie würden jetzt den Rest Ihres Lebens ein Muffelschaf für ein Reh halten.
Ganze 200 Meter weiter bot sich ein ähnliches Szenario “Uiiiiiiiiii tollllll, schau Mal Melanie ein Steinbock und was für tolle Hörner der hat…”. Schlagartig wurde mir bewusst, dass die ebenfalls erwachsene Frau, die ein kleines blondes Mädchen mit großen blauen Kulleraugen und winzig kleinen Zöpfen an der Hand führte, von Sternzeichen weder Steinbock noch Widder hatte sein können, denn sie hätte sich doch wohl wenigstens das Konterfei Ihres eigenen Sternzeichens, bekannt aus unzähligen Horoskopen der Boulevardmagazine, eingeprägt. Ich wurde zum ersten Mal an diesem Tag ein wenig traurig, und fühlte Mitleid für die Menschen die scheinbar noch nie in Ihrem Leben einen lebenden Steinbock gesehen hatten und diesen nicht von einem Widder mit seinen charakteristisch geschwungenen Hörnern unterscheiden konnten.
Darüber nachdenkend wo genau die Menschheit die Natur verloren hatte, von der sich mancher so entfremdet schien, stolperte ich mit meinem Teleobjektiv Richtung Wolfsgehege durch die Massen die Sonntags den Park zu fluten scheinen.
Dort angekommen packte ich das 500mm Objektiv auf mein Stativ, ein wenig abseits der wild knipsenden Meute, die um den besten Platz zu kämpfen schienen, das Hinterteil eines einzelnen in der Sonne schlafenden Wolfes aus ca. 30 Meter Entfernung abzulichten. Direkt vor mir, also keine 15 Meter neben der knipsenden und johlenden Meute, von denen einige sich als jämmerliche “Wolfsgeheul-Imitatoren” versuchten um den einzelnen Wolf dazu zu bewegen einmal hoch zu schauen, für ein richtig schauderhaftes Raubtierfoto, mit dem sie später zu Hause wohl Ihre Großmutter erschrecken wollten, lag das ganze restliche Rudel gut getarnt für die knipsende Meute in nicht einmal 10 Meter Entfernung vom Zaun. Man hätte allerdings 2 Regenpfützen und ein kleines Schlammloch überqueren müssen um zwischen Zaun und ein paar Bäumen zu meiner Position zu gelangen. Fast hätte man glauben können, das Rudel hatte einen “schwarzen Peter” aus seiner Mitte dazu erkoren den Lockvogel für die Meute zu mimen um selbst in Ruhe friedlich dort liegen zu können.
Plötzlich erhob sich das Alpha Paar, bestehend aus einem vernarbten und von zahlreichen Kämpfen gezeichneten mächtigen Leitwolf und einer wunderschönen Alphawölfin, und kurze Zeit später wurde das restliche Rudel aktiv. Sie balgten, tobten, sprangen umher, markierten, zeigten Dominanz und Unterwürfigkeit. Besonders das Omega Tier signalisierte fast dauerhaft, mit weit eingeklemmter Rute, nach hinten angelegten Ohren, Schnauze schleckend, geduckter Körperhaltung und Bauch zeigend, Unterwürfigkeit.
So schnell wie die Bewegung in das Rudel kam, so schnell war auch alles wieder vorbei und das Rudel hatte sich wieder das Sonnenplätzchen direkt vor mir ausgesucht.
Nach kurzer Rast schienen 2 Wölfe etwas zu wittern, als sie ihre Schnauzen Sekunden lang senkrecht in die Luft hielten, um den zu ihnen gelangenden Duft besser wahrnehmen zu können.
Spontan dachte ich an meine Wurstsemmel, die zwar bestens verpackt im Rucksack verstaut war, aber für eine solch feine Nase aus dieser Entfernung wohl kein Problem darstellte.
Die beiden Wölfe erhoben sich und kamen langsamen Schrittes vorsichtig auf mich zu. Ich ließ von meiner Kamera ab und erwartete gespannt, was weiter geschehen würde.
Vorsichtig, Pfote für Pfote kamen die beiden lautlos bis auf einen Meter, fast in Reichweite meines Armes, heran (wenn uns nicht ein Zaun getrennt hätte). Skeptisch beäugten sie die Kamera um zu entscheiden, ob von Ihr Gefahr aus ging. Ich wagte es nicht mich zu bewegen um sie nicht zu verscheuchen. Kurze Zeit später schienen sie entschieden zu haben, dass meine Kamera ungefährlich sei und sie setzten sich direkt vor mich und schauten mich erwartungsvoll an. Wurden diese Wölfe vielleicht von Menschen mit der Hand aufgezogen, fragte ich mich. So saßen wir dann ein paar Minuten ganz nahe zusammen. Ich kniend hinter meinem Teleobjektiv und die beiden Wölfe hinter ihrem Zaun. Für einen Augenblick wusste man nicht wer jetzt eigentlich im Park der Besucher und wer der Staunende war. Ein tolles Erlebnis das mich mit glasigen Augen dort im Dreck Knien ließ. Dieser intime Augenblick wurde jäh durch ein ganz in pink gekleidetes dickes Kind unterbrochen, das kaum von ihrem Smartphone aufschauend am Hemdsärmel ihres Vaters zupfend ätzte: “können wir jetzt weitergehen . . . ist voll langweilig hier!” Vielversprechend die nächste Generation! Immerhin hatten die Eltern das Kind bewegen können zwei Pfützen und ein Schlammloch zu überqueren um zu meiner Position zu gelangen, wo die beiden Wölfe ganz nah am Zaun saßen, versuchte ich mich zu trösten. Doch das war nur ein schwacher Trost. Den beiden Wölfen schien es nun auch zu viel zu werden und sie trollten sich zu dem Rest ihres Rudels.
Der Dialog zwischen einem kleinen Mädchen und ihrem Vater, das sehnsuchtsvoll in das Wolfsgehege blickte, während es seinen Plüschhund eng umschlungen hielt:”Warum darf ich den Wolf nicht streicheln?”… “Weil er dir dann die Hand abbeißt”, konnte mich nicht wirklich trösten. Das Mädchen blickte verängstigt Richtung der selig in der Sonne liegenden Wölfe und drückte ihren Plüschhund nun noch fester an sich.
“Ahhh … so entstehen also Vorurteile“, kam es mir in den Sinn. Ich hatte genug gehört und gesehen für diesen Tag, packte meine sieben Sachen zusammen und biss missmutig in meine Wurstsemmel. Die Wölfe bewegten sich nicht einen Zentimeter. Wieso musste ich gerade jetzt an Rotkäppchen und der böse Wolf denken?
Auf meinem Weg Richtung Ausgang bemerkte ich noch die verwaisten Infotafeln, die wie einsame Inseln aus dem Meer der Menschenmasse herausragten. Auf diesen Tafeln wurde die heimische Fauna und Flora genauestens beschrieben und erklärt. Nur schien sich niemand dafür zu interessieren, denn alle wussten ja bereits wie ein Reh oder Steinbock aussieht!
Kein Wunder, dass jeden Tag zwischen 3 und 130 Tier- und Pflanzenarten aussterben (Wikipedia) und kein Mensch davon Notiz nimmt, wenn die Leute von diesen vorher weder je gehört, noch selbst gesehen haben.
Ich hatte ein tolles Erlebnis an diesem Tag am Wolfsgehege, nur kam ich zu dem Schluss, dass das Frieren im Tarnzelt in freier Wildbahn beim Warten auf das begehrte Fotomotiv, oftmals mit keinem oder geringem Erfolg, für einen Wildlifefotografen die bessere und einzig richtige Option ist! Man kann im Wildpark gut seine fotografischen Fertigkeiten trainieren, aber nur wenn man zu mindestens am Wochenende bei schönem Wetter, manchmal beide Ohren und Augen fest verschlossen hält.

Im Dunkeln ist gut munkeln

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Wenn die meisten Fotografen bereits Ihre Fotoapparate eingepackt haben und längst zu Hause im Warmen vor dem Fernseher sitzen, dann beginnt meine Zeit. Nie sonst wird es einem “Restlichtfotografen” so leicht gemacht wie in der dunklen Jahreszeit. Sonnenuntergang bereits um 5 Uhr herum, mit kurzer Dämmerungsphase, führt in der Winterzeit in der Regel dazu , daß der Passion bequem bereits nach der Abendessen gefrönt werden kann (klare Nächte vorausgesetzt).
So geschehen auf einer Fahrt von meinem Wohnort in Tirol nach München. Zugegebener Maßen mit einer recht unorthodoxen Streckenführung, aber hey … who the fu.. needs a Navi? So kann man Mutterseelen alleine Orte besuchen, die tagsüber nur so von Menschen und Fotografen wimmeln (obwohl Fotografen meist auch nur Menschen sind :-)). So bekommen selbst Motive an denen man sich mehr als satt gesehen hat einen ganz neuen Anstrich. Der Mond übernimmt die Beleuchtung und auch wenn das Auge eine Mondnacht immer noch als dunkel empfindet, so “sieht” die Kamera das ganz anders. Die Empfindlichkeit der heutigen Sensorengeneration lässt, je nach Belichtungszeit, bereits ab Iso 400 ein ausschließlich durch den Mond beleuchtetes Szenario taghell erstrahlen. Auf den ersten Blick sieht man dem Foto gar nicht an, daß es in der Nacht aufgenommen wurde. Nur nach längerer Betrachtung eröffnet sich der ganz besondere Touch der Nachtfotografie. Eine für das Auge seltsam anmutende Lichtstimmung gibt dem Bild einen mystischen Note und im Hintergrund werden fast unwirklich anmutend, Sterne oder der Mond erkennbar. Auch wird meist am Horizont oder in den Wolken die Lichtverschmutzung unserer Zivilisation offenkundig, der man zumindest im Mitteleuropäischen Raum leider kaum zu entfliehen vermag (ausgenommen einige einsame Alpenregionen). Das Kunstlicht einer großen Stadt wie München ist weit über 100 km selbst im Alpenraum für die Kamera bei Neumond noch sichtbar und findet sich als heller Schein über dem Horizont. Kunstlicht kann jedoch auch als stilistisches Mittel in die Komposition mit einfließen und so den surreale Note noch betonen.
Landschaft in der Nacht kann aber auch komplett ohne Mond (Neumond oder wenn der Mond noch nicht aufgegangen ist oder schon wieder untergegangen ist), auf den Chip gebannt werden.
Hierbei rückt die Landschaft selbst in den Hintergrund, die ohne künstliche Lichtquellen als Silhouette erscheint, gegen den Sternenhimmel der hierdurch zum Hauptdarsteller wird. Die Technik wird hier an Ihre Grenzen gebracht. Vollformatsensoren, lichtstarkes Objektive mit weit offener Blende und Iso Werte ab 1600 sind hier obligat um das letzte Bisschen Licht mit möglichst geringem Rauschen auf den Sensor zu bannen. Hier kann sich der Fotograf oder Astronom mit Sternenstrichspuren über dem Szenario, mit der Darstellung der Milchstraße oder weit entfernter Galaxien austoben. In jedem Falle rate ich jedem, der sich einmal als Restlichtfotograf versuchen möchte, zur Anschaffung einiger nützlicher Apps fürs Smartphone, die das nächtliche Fotoshooting deutlich erleichtern (z.B. “Starwalk” , “The Photographers Ephemeris”). Für ein paar Euro lässt sich bequem Sonnenauf- und Untergang, Mondauf- und Untergang, die Position der Milchstraße, Galaxien, Sterne, sowie die genaue Position von Sonne oder Mond an einer gewünschten Fotolocation ermitteln
Bei meiner Fahrt nach München begleitete mich ein abnehmender Mond, der für die Beleuchtung sorgte. Ok ertappt, das erste Bild ist noch mit reichlich Licht während des Sonnenuntergangs am Bannsee, unweit des Forgensees entstanden (ich konnte nicht widerstehen), der Rest ist jedoch im Dunklen am Forgensee, bei Neuschwanstein und bei der Erdfunkstelle in Raisting (Danke Michael für die Inspiration) entstanden.

Fotoworkshop Bayerischer Wald

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Am 18. Oktober war es endlich soweit: Das Auto wurde voll gepackt mit Foto Utensilien bis unters Dach und ab ging es Richtung Bayerischer Wald.
Die Vielfalt der Motive im Wildtiergehege im herbstlichen Bayerischen Wald bei schönstem Wetter kann manchmal zu einem Krampf im “Auslöser-Zeigefinger” des Fotografen führen bis die Kamera raucht, die Speicherkarte voll ist oder der in der Serienfunktion glühend heiss gelaufene Verschluss einem um die Ohren fliegt. So beinahe geschehen im Wildlife Fotokurs mit Christian Röschert. Eine kleine Auswahl meiner “Best of Bayerischer Wald” findet Ihr unten.