DEATH VALLEY – Das Tal des Todes

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_F4Q9231_2_3-2 Panorama Kopie

Im August kann man hier wohl wirklich vom Tal des Todes sprechen. Extreme Temperaturen rund um die Uhr, kaum Schatten und der Wind fühlt sich wie in einem Umluftherd an.

Im Sommer liegt der Rekord bei 56,7 Grad im Schatten und ist damit die dritthöchste je gemessene Lufttemperatur weltweit. Der Wert wird standardmäßig 2 m über dem Boden gemessen. Der auf dem Boden gemessene Rekord am tiefsten Punkt liegt hingegen jedoch bei 93 Grad Celsius (!). Ein kleines Päuschen auf dem Boden des Valleys ist in der Sonnen im Hochsommer also keine gute Idee! Continue reading DEATH VALLEY – Das Tal des Todes

WATZMANN NIGHTS

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Einsame Bergwelten …  das stimmt am Jenner am Königsee nur bedingt. Ein goldenes Oktoberwochenende  hatte alle Sonnenhungrigen noch einmal hinausgelockt in das Berchtesgadener Land, zum Königsee und eben zu dem Aussichtsgipfel Jenner. Tagsüber kommt man sich am Wochenende dort wie eine Arbeiterameise mitten in einem Ameisenhaufen vor. Kitsch- und Königsee – Collectibles an jeder Ecke, vom See schallt das Trompeten – bzw.  Flügelhornecho der Bootsführer, die einige der „Ameisen“ nach St. Bartholomä bringen. Im Oktober ist es hier aber auch kitschig schön:  „Brennende“ Buchen in feuerrot und orange lodern beidseits an den Ufern des Königsees, die das fjordgleiche, tiefblaue Auge des Sees als „Ring of fire“ rahmen. Es ist hier fast so kitschig (schön), wie mein eben vorangegangener Satz im Blog. Continue reading WATZMANN NIGHTS

HERBSTTOUR AUF DIE WANKSPITZE

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_MG_0254x3 KopieGämse auf der Wankspitze

Die Wankspitze ist das ganze Jahr über ein sehr beliebtes Ausflugsziel.
Die harten Fakten: 1058 Höhenmeter wollen in ca. 2.5 Stunden ab dem gebührenpflichtigen Parkplatz (4 EUR) am Ausgangspunkt (Arzkasten) überwunden werden. 

Wir wollten eigentlich eine gemütliche Herbstwanderung auf den prächtigen Aussichtsgipfel unternehmen, der auch Hausberg von uns ist. Der gewaltige vorwinterliche Schneeeinbruch in der Woche zuvor machte jedoch aus der gemütlichen Herbstwanderung eine stramme Wintertour. 

Die ca. 45 cm Neuschnee im Tal (Anfang Oktober !), hatten nur Tage zuvor zu einem kurzzeitigen Chaos geführt: Straßensperren, entwurzelte Bäume, überall abgebrochene Äste und Felsstürze.

So waren am darauffolgenden  Wochenende die Berge immer noch tief verschneit. Continue reading HERBSTTOUR AUF DIE WANKSPITZE

CHASING STORMS

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In den Sommermonaten herrscht im Südwesten der USA “Monsunzeit”. Besonders ab Nachmittag kommt es regelmäßig zu heftigen Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen, die häufig zu gefährlichen Flashfloods führen. Der Schönwetter- Fotograf hat also bis ca 15.00 Uhr Zeit sich auszutoben. Sunset Points sollten in der Reiseplanung in den Sommermonaten dabei nicht allzu viele vorkommen. Der Storm Chaser wird dabei aber voll auf seine Rechnung kommen: Gewitter, Regenbögen, Stürme und Wolkenstimmungen, wie man sie in Mitteleuropa nur selten sieht. Besonders interessant dabei ist es, wenn die Wolkendecke zum Sonnenuntergang aufreißt und der Himmel ein dramatisches Schauspiel aus Farbe und Formen darbietet.

 

Southwestern Wildlife

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Dancing Beauty

 

Der Südwesten der USA ist nicht nur Dorado für den Landschaftsfotografen, sondern auch der Wildlifefotograf kann sich hier nach Lust und Laune austoben. Obwohl mein Hauptanliegen der Landschaftsfotografie und Zeitrafferaufnahmen galt, hatte ich mein schweres 500er Objektiv mitgeschleppt. Man kann ja schließlich nicht wissen. Diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen. Große Landstriche des Südwestens sind so unerschlossen und rau, daß sich hier extrem viele Tiere tummeln und man ist erstaunt in welchen unwirtlichen Regionen Wildtiere überleben können, an denen man selbst nur Stunden überleben würde. Continue reading Southwestern Wildlife

SONNENAUFGANGSTOUR AUF DIE SERLES – FÜR PAPA

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 Serles klein blog

Will man einen beliebten “Modegipfel” einmal einsam erleben, muss man früh aufstehen – wobei “früh” manchmal relativ ist

1.00 Uhr morgens, der Wecker klingelt, “ist es wirklich schon so spät (bzw früh)?”, bohren sich die ersten Fragen des Tages in mein Bewusstsein. Raus aus den Federn, die nur 4 Stunden unseren Schlaf gebettet hatten, und rein in die Bergklamotten. Der am Vorabend gepackte Rucksack (schwer wie immer) wird geschultert und auf geht es Richtung Stubaital… aber Moment, alles der Reihe nach…

Die Serles (2717m) ist wohl der dominanteste Berg, der über dem Brennertal thront und jedem Reisenden bekannt, der schon einmal auf der Autostrada von Innsbruck nach Italien unterwegs war. Zu mindestens hat sie dort schon jeder Reisende, der schon einmal über die Europabrücke fuhr (wenn auch unwissend um ihres Namens) einmal bewundern müssen, denn die freistehende, gewaltige Pyramide der Serles beherrscht in dominanter Weise das Brennertal (zu mindestens bei schönem Wetter). Durch diese freistehende Position ist sie einer der beliebtesten Aussichtsgipfel Tirols und deshalb auch bei allen Bergsteigern äußerst beliebt. Der nicht allzu schwere Anstieg steigert ihre Beliebtheit noch weiter, so daß man sich auf dem Gipfel an manchen schönen Sommertagen, auch mitten am Stachus in München wähnen könnte. Nicht nur wegen der Menge an Bergsteigern, sondern auch auf Grund des bayerischen Dialekts, der neben dem Tirolerischen, dort oben wohl die am häufigsten gesprochene Mundart darstellt. Ich habe schon einige Münchner Bergsteiger getroffen, die die Serles sogar als ihren südlichsten Hausgipfel bezeichnet haben. Wer schon einmal dort oben gestanden hat, versteht den Grund für dessen Beliebtheit. Der freie Blick kann in 360 Grad ohne Hindernisse, von der Zugspitze über die Mieminger Kette, weiter über das Karwendel, Inntal, Zillertaler, Brennerberge bis zu den Stubaitaler Gletscherriesen schweifen. Gipfelaspiranten sollten den Anstieg jedoch nicht unterschätzen, auch wenn die Serles jedoch keine nennenswerten Schwierigkeiten aufzuweisen hat: 1150 hm in ca. 3 Stunden Aufstieg, eine kleine Leiter über ein kurzes Felsband und ein paar Stahlseilsicherungen, manchmal ein wenig ausgesetzt, jedoch nirgends schwierig. Die größte Mühe bereitet wohl die Hitze, die bereits erbarmungslos nach wenigen Höhenmeter in den südlichen Latschenfeldern zuschlägt, die der Sonne bereits kurz nach Sonnenaufgang exponiert sind. Es gibt nach dem Gasthof am Ausgangspunkt keine Hütteneinkehr und somit tut man gut daran ausreichend Trinkbares, Sonnenschutz und Kappe einzupacken. Auf dem Weg zum Gipfel habe ich schon einige Touristen gesehen, die sich ohne Rucksack (somit auch ohne Trinkbarem) und Kappe, mit knallrotem Kopf den Berg herauf gequält hatten. Bis heute frage ich mich ob diese wieder heil den Berg herunter gekommen sind. Nachdem ich auf weiteren Touren bisher jedoch am Wegesrand keine in der Sonne gebleichten Knochen ausmachen konnte, gehe ich einfach einmal davon aus, das alle wieder wohlbehalten beim Ausgangspunkt Maria Waldrast (Klostergasthof und Wallfahrtsort) angekommen waren.

Bereits vor genau 30 Jahren, im Alter von 10, stand ich das erste Mal stolz an der Seite meines Vaters auf dem Haupt der Serles und bewunderte die Panoramaaussicht. So las ich kurz nach unserer Tour im Eintrag meines 1. Tourenbuches, den ich zum 10. Geburtstag von meinem Vater geschenkt bekommen hatte, und akribisch genau in Schönschrift verfasst und mit Zeichnungen verfeinert hatte. Das war auch das erste Mal, daß ich ein Gewitter in den Bergen auf dem Abstieg miterleben durfte. Ein “erleuchtendes” Erlebnis, auf das mein Vater wohl liebend gerne verzichtet hätte, so spüre ich noch heute deutlich seine Erleichterung, als wir tropfnass (damals gab es noch kein Goretex Klamotten), aber heil und in einem Stück an der Waldrast ankamen. Ich weiß bis heute nicht vor was er sich mehr gefürchtet hatte, vor dem Gewitter oder dem Donnerwetter meiner Mutter! So wurde wohl der Grundstein für meine Liebe zu den Bergen gelegt, hatte ich nun Blut geleckt, nach diesem für mich ersten richtig “hohen” Berg.

Zahlreiche weitere Besteigungen sollten folgen, so daß ich bis heute weit mehr als ein dutzend Mal der Serles auf das Dach gestiegen bin.

Nun wollten wir einmal jedoch die Serles auf eine ganz andere Art und Weise genießen – nämlich einsam. Gesagt, getan … 3 Stunden Aufstieg … Sonnenaufgang um exakt 5.38 Uhr … 45 Min Anreise bis zum Parkplatz im Stubaital … Aufstehen folglich also um …äh… 1.00 Uhr morgens … kann das wahr sein?
“Der Sonnenaufgang auf einem Berg wird zuweilen ganz und gar überschätzt”, kam es mir unwillkürlich bei der Planung in den Sinn. Jedoch wollten wir das Naturschauspiel ja möglichst einsam bestaunen, so führte kein Weg daran vorbei, am Aufstehen um 1.00 Uhr morgens.

2.15 Uhr: Parkplatz Maria Waldrast … perfekt in der Zeit … die schweren Bergstiefel wurden geschnürt und jeder nahm noch einen letzten Schluck seiner heissen Gutemorgen- Schokolade.

2.25 Uhr: Scheinwerfer eines Autos schraubten sich die Serpentinenstraße zum stockfinsteren Parkplatz nach oben. “Das gibt’s doch gar nicht, noch so ein Verrückter wie wir?” … Tatsächlich, ein weiteres bergverrücktes Pärchen, mit offensichtlich dem gleichen Ziel. Naja, ist ja auch verständlich, daß auch andere Naturbegeisterte auf diese Idee kommen.

3.00 Uhr: Ein lautes “Griaß enk” riss mich aus meinem fast meditativen Aufstiegsmonoton aus Schritt – Einatmen – Schritt – Ausatmen. Zwei Anfangzwanziger  (wenn überhaupt) stapften strammen Schrittes, mit ihren durch die Stirnlampen kaltweiß erleuchteten Häuptern, an uns vorbei. “Naja, hier hat die Jugend scheinbar noch anderes im Sinn als Diskotheken und Komasaufen” hatte ich noch gar nicht zu Ende gedacht, als ein weiterer Morgengruß folgte und der dazugehörige weibliche Anhang an uns vorbeizog. “Gut trainiert die Jugend hier”, stöhnte ich unter meinem Berg an Rucksack.

4.00 Uhr: Im Osten konnte man ein erstes zartes Band des neuen Tageslichtes erahnen.

Der westseitige Kessel der Serles war erreicht und gab nun den Blick in Richtung des letzten Gipfelanstiegs frei. Was sich uns hier bot, glich mehr der nächtlichen Aufstiegsroute des Mount Everest vom letzten Hochlager zum Gipfel, als unserer erhofften einsamen Serles: Zahlreiche Lichtpunkte, aus unzähligen Stirnlampen erleuchteten die markanten Serlesscharte und Gipfelrücken. Das war es dann wohl mit unserem “einsamen” Sonnenaufgang.

4.30 Uhr: Serlesscharte: Nun hieß es sich zu konzentrieren. Eine kurze ausgesetzte Stelle, die tagsüber nicht besonders schwierig ist, verlangte unsere vollste Aufmerksamkeit. Durch den nächtlichen Tau und den von tausenden Schuhen glattpolierten Fels, war sowohl die Aufstiegsroute als auch Stahlseil unangenehm rutschig.

Die uns umgebende Dunkelheit, und die aus dem Tal aufsteigende Nebelfetzten, ließen die tagsüber friedliche Austiegsroute, kein Bisschen leichter erscheinen. Weiter unten folgten zahlreiche weitere “Lichtpunkte”.

5.15 Uhr: Der Gipfel. Die letzten Höhenmeter hatten wir über steiles Blockwerk und schweißtreibenden Schotter hinter uns gebracht. “Ich hätte nicht gedacht, daß man auch ohne Sonne derart schwitzen kann” stöhnte ich und nahm einen Schluck Tee aus der Thermoskanne. Der sich nun auftuende Blick entschädigte jedoch sofort für Mühen und der “geteilten” Aussicht. Da der Gipfel eher einem kleinen Plateau ähnelt als einem Gipfel, ist dort oben recht viel Platz für andere Gipfelaspiranten, so daß die geschätzten 30 anderen “Sunrises-Gazers” nicht besonders auffielen.

5.40 Uhr: Der frühmorgendlich im Tal liegende Nebel, ließ das Licht einer blutrot aufgehende Sonne in Bündel über dem Talgrund tanzen. Die ersten Spitzen der höchsten Gipfel wurden mit Sonnenlicht bemalt und die Schatten wichen langsam aus dem Tal. Im Westen warf die freistehende gigantische Pyramide der Serles Ihren Schatten über Fulpmes im Stubaital, wie die Pyramide von Gizeh über die ägyptische Wüste.
Vor lauter Staunen hätte ich beinahe vergessen zu fotografieren.

6.15Uhr: Dem Drang meinen Vater anzurufen und ihn wahrscheinlich aus seinem wohlverdienten Schlaf zu reißen, um ihm von meinen sentimentalen Gedanken auf dem Gipfel der Serles zu berichten, konnte ich gerade noch widerstehen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Brezen und Nutella (Anmerkung das Autors: hintereinander nicht zusammen!), unzähligen “Ohhhhs” und Ahhhhs”, machten wir uns auf den 2 stündigen Abstieg zurück zur Waldrast.

Auf dem 1100 Meter hoher Abstieg begegneten wir, für einen ganz normalen sonnigen Sommertag an der Serles typischen, gefühlten 1100 schwitzenden Gipfelaspiranten. Einige unter ihnen waren wieder ohne Rucksack oder Kopfbedeckung unterwegs … wer weiß, was uns das nächste Mal am Wegesrand erwartet …

 

Resümee: Wer die Serles gerne einsam erleben möchte, muss dies wohl im Hochwinter bei Schneesturm, Nebel und nachts tun. Alle anderen können den gigantisch tollen Blick zu jeder anderen Jahreszeit und Tages-und Nachtzeit genießen. Alleine sein wird man allerdings nicht, jedoch ist es allemal egal bei dieser Aussicht.

 

PS: Von einer Freundin habe ich im Nachhinein erfahren, daß sie wiederum von einer befreundeten Pilotin weiß, die schon häufiger nachts die Serles überflogen hat, daß nächtliche Besteigung der Serles wohl eher die Regel als die Ausnahme sind. Die Serles ist wohl der einzige Gipfel der bei ihren Überflügen, jedesmal von zahlreichen Lichtpunkten erleuchtet war. 

 

 

HIER EIN 360° QUICKTIMEPANORAMA

 

 

THIS IS WHERE I LIVE

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Panorama Mieming Nacht Blog

 

Mein Wohnort bei Nacht im 360º Blick mit Milchstraße und Halbmond. Das Bild zeigt ein 3 zeiliges Panorama aus 12 Bildern pro Zeile und jeweils ein weiteres Bild für Zenit und Nadir, also insgesamt 38 Aufnahmen. Stitching Software: PTGUI PRO.

Wenn Ihr mich begleiten wollt, auf einen nächtlichen Ausflug in meine Wahlheimat, dann klickt doch einfach HIER! Kurz darauf könnt Ihr sehen, was ich sah in jener Nacht, in einem 360º QUICKTIME PANORAMA. Legt euch einfach in das “Gras” und lasst den Blick in den Sternenhimmel schweifen! Viel Spaß!

Nachts hat man deutlich weniger Probleme (ausser bei Vollmond) starke Belichtungsunterschiede (Sonne) im Panorama in den Griff zu bekommen. Dennoch sollte man die Aufnahmen zügig belichten, da auf Grund der Erdrotation sich Sterne und Milchstraße scheinbar weiterbewegen, und so zu Ungenauigkeiten führen. Ebenso ist ein stabiles Stativ, ein verlässlicher Panoramakopf (Nodalpunkt) und ein lichtstarkes Objektiv essentiell für ein gutes Ergebnis eines nächtlichen Panoramas. Die Dunkelheit sollte bei der Planung ebenso wenig ausser Acht gelassen werden: Der Autofokus funktioniert in der Regel nicht, so daß Begriffe wie “Unendlichkeitseinstellung” oder Hyperfokaldistanz keine Fremdworte darstellen sollten. Das Bedienen des Panoramakopfes, als auch der Kamera sollte “blind” und zügig durchgeführt werden können, sonst verliert man schnell kostbare Zeit, was wiederum zu Bildungenauigkeiten mit nachfolgender, verstärkter Retusche im Postprocessing führt. 

 

Oh my God, it´s full of stars

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 My God, it´s full of stars

Was soll ich sagen … der Wetterbericht war ideal, die Tour schon lange geplant … also alles gepackt und ab ins Stubaital. 28 Grad im Schatten ist für die meisten ja eher ein Anreiz zum Schwimmen zu gehen, nicht jedoch für uns. Der Aufstieg zur Franz Senn Hütte mit 22kg Foto- und Bergausrüstung auf dem Rücken, ließ in einem jedoch schon die Frage aufkommen, wieso man sich das antut und nicht wie alle anderen an einem See liegt.

Das Ziel war eigentlich einer der schönsten Bergseen Tirols, der auf 2665m gelegene Rinnensee. In der Hütte “eingecheckt”, bezogen wir (meine Frau, unsere beiden Hunde und ich) unser gemütliches Zweibettzimmer, das wir geplanter Weise quasi nur als Basecamp nutzen wollten: Wer am Rinnensee bis ca. 1.00 Uhr morgens fotografieren möchte, hat danach noch eine Stunde Abstieg durch die Dunkelheit vor sich, auf einem recht beschwerlichen Weg zur Hütte. Nachdem es auf der Hütte nur Frühstück bis 7.30 Uhr gibt, sollte diese Nacht also nicht allzu lange werden. Ein Zelt war diesmal keine Option, wir hatten nämlich keine Lust die ganze Nacht im Schnee zu verbringen, denn die Auskunft des Hüttenwirtes erbrachte, daß ab ca. 2400m noch recht viel Schnee läge.
Nach einem leckeren Abendessen machten wir uns auf die Socken Richtung Rinnensee. Die verdutzte Frage: “Wo wollt Ihr jetzt noch hin???” hörte ich noch immer in meinen Ohren schallen und hatte dabei das verständnislose Gesicht der Bedienung der Hütte vor Augen, als die Hütte unter uns immer kleiner wurde und wir schwer beladen, gegen 20.00 Uhr in Richtung Rinnensee stapften. Die 450 Höhenmeter von der Hütte fühlten sich irgendwie  doppelt so weit an, nach dem üppigen Drei-Gänge-Menü mit den schweren Rücksäcken auf dem Buckel. Unser steiler und beschwerliche Aufstieg über teilweise riesiges Blockwerk und durch zahlreiche rauschende Bergbäche, wurden von einem Pfeifkonzert der Murmeltieren eskortiert, die sich wohl über die späte Störung ärgerten und unsere beiden Jagdhunde beinahe um den Verstand brachten. Kurz vor dem letzten Aufschwung präsentierte sich, in bester Pose und Abendlicht, eine Gämse auf einem Felsvorsprung, perfekt freigestellt gegen einen dramatischen Abendhimmel, in idealer Distanz für ein 500mm Objektiv. In mich hinein fluchend verteufelte ich alle Hersteller schweren Fotoequipments. Natürlich hatte ich die schwere und unhandliche Telelinse nicht auch noch mitgenommen. Die Gämse ließ sich nicht durch die späte Ruhestörung und mein „Gefluche“ aus der Fassung bringen und beobachtet unser, für sie wohl ungewohnt spätes Eindringen in Ihr Revier, von ihrer Aussichtskanzel. Erst durch das aufgebrachte Winseln unserer beiden Jagdhunde, die gegen einen kleinen “Nachtisch” wohl nichts einzuwenden gehabt hätten, wurde es dem Gamsbock doch etwas mulmig und er verschwand von seinem Ausguck.
Über den letzten Buckel und wir waren am See … d.h. das was Eis und Schnee in diesem Jahr bisher von dem See freigeben hatten. Der Rest lag noch immer unter einer dicken Schneedecke begraben. Wir waren dort schon häufig früher im Jahr unterwegs, jedoch lag dort noch nie so viel Schnee wie in diesem Jahr. Die Spiegelung der Milchstraße konnte ich nun also teilweise vergessen … Kopfschüttelnd stapfte ich durch den weichen Schnee am Ufer entlang, um eine geeignete Position für meine Kamera zu finden, um möglichst viel “Spiegelung” der gegenüberliegenden Bergkette mit auf das Bild zu bekommen … “Moment mal” … vor kurzem gab es doch noch eine gegenüber liegende Bergkette … Jetzt hatte sich eine riesige Nebelwand wie eine gigantische Decke über das komplette Bergmassiv gelegt und rollte auf uns zu. Ein “na toll” kam mir gerade noch über die Lippen, und Minuten später standen wir in dichtem Nebel. Meine Frau und Hunde hatten es sich bereits in ihren Daunenklamotten mit Tee und Decke gemütlich gemacht und ein kleines gemütliches “Biwak” auf einem großen Felsen eingerichtet, der perfekt geschützt wie ein gigantischer Ohrensessel halb geöffnet zur Seeseite lag. “Es ist doch erst 10 Uhr”, versuchte sie mich zu trösten und gab mir eine Tasse heißen Tee. Der Blick ins Smartphone zeigte noch immer ein “wolkenlos für die ganze Nacht”, in der aktualisierten Wetterapp. So kuschelten wir uns zu viert in den “Ohrensessel” und sahen dem Nebel dabei zu, bei dem was Nebel ebenso macht: mein Motiv verhüllen! Gefühlte Stunden später gaben die sich auflösenden Schwaden, den Blick plötzlich (um ca. 11.00 Uhr) teilweise wieder frei und ich machte ein paar Probeaufnahmen. Obwohl es für das Auge bereits fast komplett dunkel war, sah meine Kamera das anders, so daß es für die geplanten Milchstraßenaufnahmen wohl noch mindestens eine Stunde dauern würde. Der Nebel verdichtete sich erneut, um sich Minuten später wieder aufzulösen. Die ersten Sterne erschienen, jetzt für die an die Dunkelheit adaptierten Augen. Doch mit den ersten Sternen erschien noch etwas ganz anderes, auf das wir gerne verzichtet hätten: Wetterleuchten … noch mehr Wetterleuchten … Der panische Blick auf das Blitzradar ergab nur folgendes: “kein Netz”. Keine Verrenkung oder noch so artistische Einlagen auf einem exponierten Felsen führte zu dem gewünschten Ergebnis, eine günstigere Position für ein besseres Netz zu bekommen. Die Netzbalken blieben verschwunden.
Wer schon einmal ein Gewitter in über 2000m Höhe miterlebt hat so wie wir, ist nicht besonders scharf darauf dieses “erleuchtende” Erlebnis zu wiederholen. 
Der Nebel verdichtete sich erneut und das Wetterleuchte nahm zu…
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Meteorologen dafür entschuldigen, was ich in dieser Nacht über sie gesagt oder gedacht habe… 
Es half jedoch kein Zetern oder Jammern, die Ausrüstung wurde zusammengepackt und wir machten uns schleunigst an den Abstieg. Der zu Beginn weglose Abstieg über Blockgelände gestaltete sich in der Nacht und bei Nebel nicht ganz so einfach. Die wenigen Wegmarkierungen und Steinmänner waren nur Dank extrem leistungsfähiger Stirn- und Taschenlampen aufzufinden. Ein GPS Gerät war zwar zur Hand, jedoch hätte ein auch noch so kleines Versteigen ein großen Zeit- und Kraftverlust in diesem Gelände nach sich gezogen und schließlich war das Wetterleuchten zwischenzeitlich nicht weniger geworden. Der Schein unserer Lampen war die einzige Lichtquelle, die die wenigen Meter des Berges vor uns erhellte. Ohne sie war es auf Grund des Nebels stockfinster um uns herum, selbst für das an Dunkelheit adaptierte Auge. Der weitere Abstieg über Schotter, Geröll und Altschneefelder ging jedoch problemlos, so daß wir schnell an Höhe verloren und schließlich zügig an die Gletscherseitenmoräne zurückkamen.
Jetzt deutete meine Frau Richtung Himmel, den ich die letzten Minuten, vor lauter mich über die Meteorologie ärgern, ganz vergessen hatte. Der Himmel war nun sternenklar und  gab den Blick auf eine beeindruckende Milchstraße frei. Das Wetterleuchten im Süden war zwar nicht ganz verschwunden, aber jetzt ohne Nebel konnte man deutlich sehen, daß dort im Süden keine bedrohliche Gewitterfront auf uns zukam. Das Wetterleuchten stammte wohl von einem weit in Südtirol tobenden Gewitter.
Wir waren ca. 200m oberhalb der Hütte, so daß der Blick noch immer wunderbar über das weite Oberistal schweifen konnte. Zwar ohne Rinnensee und Spiegelung, aber so kam ich doch noch zu meinem Milchstraßenpanorama.
(Wer Stanley Kubricks 2001 Odyssee im Weltraum kennt ist sicher aufgefallen, daß der Titel meines Panoramas, als bescheidene Hommage an diesen einmaligen Film gedacht sein soll)

SALFEINER SEE MIT DEM QUADROCOPTER

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Die langen Tage im Sommer nutzend, haben wir “afterwork” noch schnell eine kleine Sonnenuntergangs-Bergtour zu einem meiner absoluten Lieblingsplätzen unternommen. (Ich habe schon sehr viele tolle Landschaften auf der Welt selbst sehen und bereisen dürfen, jedoch rangiert der Salfeiner See in jedem Fall unter den TOP 10 meiner “Ewigen Favoriten”. Der See liegt auf ca. 2000m, oberhalb von Grinzens, einem kleinen Ort westlich von Innsbruck. Auf einer kleinen Mautstraße kann man noch ein gutes Stück an Höhenmeter gewinnen, bis zu einem gut markierten Wanderparkplatz, noch deutlich vor der Kemater Alm. So kann man in einer “guten” Stunde (ca. 550 hm) ab dem Parkplatz, das wunderschön gelegene Hochplateau mit tollem Bergsee erreichen. Der kurze Anstieg hat uns schon oft dazu verleitet, dort oben die eine oder andere Biwaknacht mit Zelt unter dem Sternenhimmel zu verbringen. Doch heute wollten wir “nur” den Sonnenuntergang genießen, denn es war erst der Anfang einer langen Arbeitswoche. Ich wollte primär dort oben ausnahmsweise einmal nicht nur Landschaftsfotos und Zeitraffersequenzen shooten, sondern meinen neuen DJI Phantom Quadrocopter mit angehängter GOPRO HERO HD Kamera testen. (Der Urlaub im Südwesten der USA ist nicht mehr weit, und bis dahin muss ich mit dem neuen Equipment vertraut sein).
Der Rucksack wurde also kurzer Hand nicht nur mit der “kleinen Spiegelreflexausrüstung” und einer leckeren Brotzeit vollgepackt, sondern es musste noch der Quadrocopter samt Fernsteuerung, Akkus und GoPro mit nach oben. Der Fotorucksack von König leistete da ganz besonders gute Dienste. Aufgrund seiner starren, rechteckigen Form, konnte ich den Quadrocopter bestens auf Rückseite befestigen und sicher auf den Berg transportieren. Die Transportfrage war somit für unseren Urlaub schon einmal geklärt. Für entgegenkommende Bergsteiger musste ich von Hinten wohl wie “Karlson auf dem Dach” mit den Propellern ausgesehen haben!

 

Das Ergebnis unserer Afterworktour könnt ihr weiter unten genießen. Viel Spaß!

 

SONG: PAINTED WATER – THE KING`S RESCUE
http://www.soundclick.com/bands/default.cfm?bandID=875065

Lake Salfeins Tyrol (Austria) from Nicholas Roemmelt on Vimeo.

Dr. Nicholas Roemmelt