Category Archives: Touren

Schneeschuhtour auf den Kraxentrager

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Lawinenwarnstufe 3, erster richtig schöner Tag nach einer Schlechtwetterperiode mit viel Neuschnee und starken Windverfrachtungen – der Baumeister der häufigsten Lawinenunfällen im alpinen Raum. Was kann man also tun? Im Tal die Sonne genießen oder LVS Ausrüstung herausholen und eine Tour wählen, die wenig lawinengefährlich ist.
Wir entschieden uns für die letztere Lösung und der Kraxentrager im Zillertal mit seinen sanften Hängen ist eine perfekte Tour für schwierige Verhältnisse. Continue reading Schneeschuhtour auf den Kraxentrager

Sonnenuntergangstour Thaneller

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Zum Sonnenuntergang wollte ich schon immer einmal auf den Thaneller (2341m) in den Lechtaler Alpen steigen. Der Thaneller ist ein Paradeaussichtsberg von dem man rundherum „barrierefrei“ einen Panoramaausblick genießen kann. Nachdem wir im November südseitig auf Grund des unglaublichen Wetters fast bis knapp unter den Gipfel keinerlei Schnee hatten, der nordseitige Klettersteig aber schon teilweise unter Schnee begraben lag, entschlossen wir uns für den Normalweg. Der Aufstieg von Berwang ist kurz und knackig, sprich recht steil, sind doch knapp 1050hm auf kurzer Entfernung zu überwinden. Hat man den Waldgürtel und die ausgedehnten Latschenfelder einmal hinter sich gelassen, öffnet sich ein traumhafter Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Bei der kleinen Einsattelung kann man zum ersten Mal den Gipfel sehen, der hier immer noch recht weit entfernt scheint. Auf einem schmaler werdenden anfänglich breiten Rücken steigt man in mehreren Aufschwüngen dem Gipfel empor. 100m unter dem Gipfel empfing uns ein heftiger, bereits sehr kalter Föhnsturm, und auf dem Gipfel mussten wir uns sofort in die „Daunenausrüstung“ werfen, so kalt war es durch den Wind. Gott sei Dank war der Sonnenuntergang nicht mehr fern. Continue reading Sonnenuntergangstour Thaneller

SONNENAUFGANG AM RIETZER GRIESKOGEL

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Der Rietzer Grieskogel (2884m) gehört für mich zweifelsohne zu den schönsten Aussichtsgipfeln meiner Hausberge um das Mieminger Plateau herum. Seine grandiose Aussicht auf Inntal, Wetterstein, Karwendel, Stubai, Ötztal und noch viel weiter hat er seiner recht isolierten Stellung zu verdanken. Ringsherum überragt er die umliegenden Gipfel um einiges an Höhe, so daß der Fernblick durch nichts gestört wird. Continue reading SONNENAUFGANG AM RIETZER GRIESKOGEL

OSTERSEEN

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Südlich des Starnberger Sees liegen die, im Vergleich zum erstgenannten, kleinen Osterseen. Die Osterseen bestehen aus 20 größeren benannten und 15 kleineren unbenannten Einzelseen. Die traumhafte und fast vollkommen naturbelassene östliche Uferseite des “großen Ostersees “braucht jedoch nicht den Vergleich mit dem großen Bruder zu scheuen. Große Teile der Osterseen sind seit 1981 zum Naturschutzgebiet deklariert worden, mit einer Fläche von 1.083 ha. Davon entfällt etwa ein Drittel auf die Oberflächen der Gewässer, 494 ha sind Hoch-, Nieder-, und Zwischenmoore, 172 ha bestehen aus naturnahem Mischwald. Continue reading OSTERSEEN

BERGSILVESTER

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„Bergsilvester“ sind in Tirol absolut angesagt und jede größere Stadt veranstaltet ein professionelles Feuerwerk zum Jahreswechsel. Das Bergsilvester in Innsbruck ist da Paradebeispiel und zieht jedes Jahr tausende von Besuchern an, die dieses Spektakel selbst einmal miterleben möchten. Das Event wird musikalisch untermalt und die ganze Stadt ist auf den Beinen, um daran teilzuhaben. Bei klaren Wetterverhältnissen ist das Bergsilvester wirklich ein Augenschmaus, sieht man von den Menschenmassen ab. Ebenso wie von der Frage, die ich mir jedes Silvester auf das neue stelle: wie viel Sinnvolleres könnte man man dem Geld anstellen, das jedes Jahr hier im sprichwörtlichen Sinne des Wortes verpulvert wird (nicht nur in Innsbruck). Ganz abgesehen von den negativen Auswirkungen auf den Feinstaubgehalt der Luft bzw. Stress auf wild lebende Tiere und Haustiere, die jedes Jahr wohl auf das neue glauben müssen, daß ihr letztes Stündlein geschlagen haben muss und den Tonnen an Müll, der durch die Feuerwerkskörper entsteht und noch Wochen später überall gefunden werden kann. Continue reading BERGSILVESTER

ÜBER DEN WOLKEN …

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Faltegartenköpfl Panorama kleinSonnenuntergangspanorama am Gipfel des Faltegartenköpfls

 

Hochnebel gibt es nur in München, im Voralpenland und in den Niederungen– sagt der Ex-Münchner in mir. Stimmt normaler Weise auch, meistens jedenfalls. Manchmal aber, bei Inversionswetterlage, hält ein sog. Kältedeckel die kondensierte Feuchtigkeit bis weit in den Alpenhauptkamm, auch in den alpinen Tälern gefangen. In den Tälern ist es dann besonders kalt und grau in grau, während es auf den Bergspitzen deutlich wärmer ist, bei strahlendem Sonnenschein. Als ich noch in München wohnte, war ich gewohnt an den regelmäßigen und tristen Anblick des Hochnebels im Herbst und Winter über mir. Jetzt jedoch, wenn in meiner Wahlheimat Tirol die seltene Inversionswetterlage herrscht, habe ich den Hochnebel nicht über mir, sondern ich befinde mich direkt im Hochnebel, auf Grund der „hohen“ Lage meines Wohnortes. Fahre ich hinunter in das Inntal ist der Hochnebel wieder über mir. Besser ist es jedoch den Nebel genau dorthin zu „verfrachten“, wohin er für Naturfotografen eben hin gehört – nämlich unterhalb von uns. Wie man das anstellt? Genau, einfach auf einen Berg marschieren, der hoch genug ist. Continue reading ÜBER DEN WOLKEN …

WATZMANN NIGHTS

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Einsame Bergwelten …  das stimmt am Jenner am Königsee nur bedingt. Ein goldenes Oktoberwochenende  hatte alle Sonnenhungrigen noch einmal hinausgelockt in das Berchtesgadener Land, zum Königsee und eben zu dem Aussichtsgipfel Jenner. Tagsüber kommt man sich am Wochenende dort wie eine Arbeiterameise mitten in einem Ameisenhaufen vor. Kitsch- und Königsee – Collectibles an jeder Ecke, vom See schallt das Trompeten – bzw.  Flügelhornecho der Bootsführer, die einige der „Ameisen“ nach St. Bartholomä bringen. Im Oktober ist es hier aber auch kitschig schön:  „Brennende“ Buchen in feuerrot und orange lodern beidseits an den Ufern des Königsees, die das fjordgleiche, tiefblaue Auge des Sees als „Ring of fire“ rahmen. Es ist hier fast so kitschig (schön), wie mein eben vorangegangener Satz im Blog. Continue reading WATZMANN NIGHTS

SONNENAUFGANGSTOUR AUF DIE SERLES – FÜR PAPA

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 Serles klein blog

Will man einen beliebten “Modegipfel” einmal einsam erleben, muss man früh aufstehen – wobei “früh” manchmal relativ ist

1.00 Uhr morgens, der Wecker klingelt, “ist es wirklich schon so spät (bzw früh)?”, bohren sich die ersten Fragen des Tages in mein Bewusstsein. Raus aus den Federn, die nur 4 Stunden unseren Schlaf gebettet hatten, und rein in die Bergklamotten. Der am Vorabend gepackte Rucksack (schwer wie immer) wird geschultert und auf geht es Richtung Stubaital… aber Moment, alles der Reihe nach…

Die Serles (2717m) ist wohl der dominanteste Berg, der über dem Brennertal thront und jedem Reisenden bekannt, der schon einmal auf der Autostrada von Innsbruck nach Italien unterwegs war. Zu mindestens hat sie dort schon jeder Reisende, der schon einmal über die Europabrücke fuhr (wenn auch unwissend um ihres Namens) einmal bewundern müssen, denn die freistehende, gewaltige Pyramide der Serles beherrscht in dominanter Weise das Brennertal (zu mindestens bei schönem Wetter). Durch diese freistehende Position ist sie einer der beliebtesten Aussichtsgipfel Tirols und deshalb auch bei allen Bergsteigern äußerst beliebt. Der nicht allzu schwere Anstieg steigert ihre Beliebtheit noch weiter, so daß man sich auf dem Gipfel an manchen schönen Sommertagen, auch mitten am Stachus in München wähnen könnte. Nicht nur wegen der Menge an Bergsteigern, sondern auch auf Grund des bayerischen Dialekts, der neben dem Tirolerischen, dort oben wohl die am häufigsten gesprochene Mundart darstellt. Ich habe schon einige Münchner Bergsteiger getroffen, die die Serles sogar als ihren südlichsten Hausgipfel bezeichnet haben. Wer schon einmal dort oben gestanden hat, versteht den Grund für dessen Beliebtheit. Der freie Blick kann in 360 Grad ohne Hindernisse, von der Zugspitze über die Mieminger Kette, weiter über das Karwendel, Inntal, Zillertaler, Brennerberge bis zu den Stubaitaler Gletscherriesen schweifen. Gipfelaspiranten sollten den Anstieg jedoch nicht unterschätzen, auch wenn die Serles jedoch keine nennenswerten Schwierigkeiten aufzuweisen hat: 1150 hm in ca. 3 Stunden Aufstieg, eine kleine Leiter über ein kurzes Felsband und ein paar Stahlseilsicherungen, manchmal ein wenig ausgesetzt, jedoch nirgends schwierig. Die größte Mühe bereitet wohl die Hitze, die bereits erbarmungslos nach wenigen Höhenmeter in den südlichen Latschenfeldern zuschlägt, die der Sonne bereits kurz nach Sonnenaufgang exponiert sind. Es gibt nach dem Gasthof am Ausgangspunkt keine Hütteneinkehr und somit tut man gut daran ausreichend Trinkbares, Sonnenschutz und Kappe einzupacken. Auf dem Weg zum Gipfel habe ich schon einige Touristen gesehen, die sich ohne Rucksack (somit auch ohne Trinkbarem) und Kappe, mit knallrotem Kopf den Berg herauf gequält hatten. Bis heute frage ich mich ob diese wieder heil den Berg herunter gekommen sind. Nachdem ich auf weiteren Touren bisher jedoch am Wegesrand keine in der Sonne gebleichten Knochen ausmachen konnte, gehe ich einfach einmal davon aus, das alle wieder wohlbehalten beim Ausgangspunkt Maria Waldrast (Klostergasthof und Wallfahrtsort) angekommen waren.

Bereits vor genau 30 Jahren, im Alter von 10, stand ich das erste Mal stolz an der Seite meines Vaters auf dem Haupt der Serles und bewunderte die Panoramaaussicht. So las ich kurz nach unserer Tour im Eintrag meines 1. Tourenbuches, den ich zum 10. Geburtstag von meinem Vater geschenkt bekommen hatte, und akribisch genau in Schönschrift verfasst und mit Zeichnungen verfeinert hatte. Das war auch das erste Mal, daß ich ein Gewitter in den Bergen auf dem Abstieg miterleben durfte. Ein “erleuchtendes” Erlebnis, auf das mein Vater wohl liebend gerne verzichtet hätte, so spüre ich noch heute deutlich seine Erleichterung, als wir tropfnass (damals gab es noch kein Goretex Klamotten), aber heil und in einem Stück an der Waldrast ankamen. Ich weiß bis heute nicht vor was er sich mehr gefürchtet hatte, vor dem Gewitter oder dem Donnerwetter meiner Mutter! So wurde wohl der Grundstein für meine Liebe zu den Bergen gelegt, hatte ich nun Blut geleckt, nach diesem für mich ersten richtig “hohen” Berg.

Zahlreiche weitere Besteigungen sollten folgen, so daß ich bis heute weit mehr als ein dutzend Mal der Serles auf das Dach gestiegen bin.

Nun wollten wir einmal jedoch die Serles auf eine ganz andere Art und Weise genießen – nämlich einsam. Gesagt, getan … 3 Stunden Aufstieg … Sonnenaufgang um exakt 5.38 Uhr … 45 Min Anreise bis zum Parkplatz im Stubaital … Aufstehen folglich also um …äh… 1.00 Uhr morgens … kann das wahr sein?
“Der Sonnenaufgang auf einem Berg wird zuweilen ganz und gar überschätzt”, kam es mir unwillkürlich bei der Planung in den Sinn. Jedoch wollten wir das Naturschauspiel ja möglichst einsam bestaunen, so führte kein Weg daran vorbei, am Aufstehen um 1.00 Uhr morgens.

2.15 Uhr: Parkplatz Maria Waldrast … perfekt in der Zeit … die schweren Bergstiefel wurden geschnürt und jeder nahm noch einen letzten Schluck seiner heissen Gutemorgen- Schokolade.

2.25 Uhr: Scheinwerfer eines Autos schraubten sich die Serpentinenstraße zum stockfinsteren Parkplatz nach oben. “Das gibt’s doch gar nicht, noch so ein Verrückter wie wir?” … Tatsächlich, ein weiteres bergverrücktes Pärchen, mit offensichtlich dem gleichen Ziel. Naja, ist ja auch verständlich, daß auch andere Naturbegeisterte auf diese Idee kommen.

3.00 Uhr: Ein lautes “Griaß enk” riss mich aus meinem fast meditativen Aufstiegsmonoton aus Schritt – Einatmen – Schritt – Ausatmen. Zwei Anfangzwanziger  (wenn überhaupt) stapften strammen Schrittes, mit ihren durch die Stirnlampen kaltweiß erleuchteten Häuptern, an uns vorbei. “Naja, hier hat die Jugend scheinbar noch anderes im Sinn als Diskotheken und Komasaufen” hatte ich noch gar nicht zu Ende gedacht, als ein weiterer Morgengruß folgte und der dazugehörige weibliche Anhang an uns vorbeizog. “Gut trainiert die Jugend hier”, stöhnte ich unter meinem Berg an Rucksack.

4.00 Uhr: Im Osten konnte man ein erstes zartes Band des neuen Tageslichtes erahnen.

Der westseitige Kessel der Serles war erreicht und gab nun den Blick in Richtung des letzten Gipfelanstiegs frei. Was sich uns hier bot, glich mehr der nächtlichen Aufstiegsroute des Mount Everest vom letzten Hochlager zum Gipfel, als unserer erhofften einsamen Serles: Zahlreiche Lichtpunkte, aus unzähligen Stirnlampen erleuchteten die markanten Serlesscharte und Gipfelrücken. Das war es dann wohl mit unserem “einsamen” Sonnenaufgang.

4.30 Uhr: Serlesscharte: Nun hieß es sich zu konzentrieren. Eine kurze ausgesetzte Stelle, die tagsüber nicht besonders schwierig ist, verlangte unsere vollste Aufmerksamkeit. Durch den nächtlichen Tau und den von tausenden Schuhen glattpolierten Fels, war sowohl die Aufstiegsroute als auch Stahlseil unangenehm rutschig.

Die uns umgebende Dunkelheit, und die aus dem Tal aufsteigende Nebelfetzten, ließen die tagsüber friedliche Austiegsroute, kein Bisschen leichter erscheinen. Weiter unten folgten zahlreiche weitere “Lichtpunkte”.

5.15 Uhr: Der Gipfel. Die letzten Höhenmeter hatten wir über steiles Blockwerk und schweißtreibenden Schotter hinter uns gebracht. “Ich hätte nicht gedacht, daß man auch ohne Sonne derart schwitzen kann” stöhnte ich und nahm einen Schluck Tee aus der Thermoskanne. Der sich nun auftuende Blick entschädigte jedoch sofort für Mühen und der “geteilten” Aussicht. Da der Gipfel eher einem kleinen Plateau ähnelt als einem Gipfel, ist dort oben recht viel Platz für andere Gipfelaspiranten, so daß die geschätzten 30 anderen “Sunrises-Gazers” nicht besonders auffielen.

5.40 Uhr: Der frühmorgendlich im Tal liegende Nebel, ließ das Licht einer blutrot aufgehende Sonne in Bündel über dem Talgrund tanzen. Die ersten Spitzen der höchsten Gipfel wurden mit Sonnenlicht bemalt und die Schatten wichen langsam aus dem Tal. Im Westen warf die freistehende gigantische Pyramide der Serles Ihren Schatten über Fulpmes im Stubaital, wie die Pyramide von Gizeh über die ägyptische Wüste.
Vor lauter Staunen hätte ich beinahe vergessen zu fotografieren.

6.15Uhr: Dem Drang meinen Vater anzurufen und ihn wahrscheinlich aus seinem wohlverdienten Schlaf zu reißen, um ihm von meinen sentimentalen Gedanken auf dem Gipfel der Serles zu berichten, konnte ich gerade noch widerstehen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Brezen und Nutella (Anmerkung das Autors: hintereinander nicht zusammen!), unzähligen “Ohhhhs” und Ahhhhs”, machten wir uns auf den 2 stündigen Abstieg zurück zur Waldrast.

Auf dem 1100 Meter hoher Abstieg begegneten wir, für einen ganz normalen sonnigen Sommertag an der Serles typischen, gefühlten 1100 schwitzenden Gipfelaspiranten. Einige unter ihnen waren wieder ohne Rucksack oder Kopfbedeckung unterwegs … wer weiß, was uns das nächste Mal am Wegesrand erwartet …

 

Resümee: Wer die Serles gerne einsam erleben möchte, muss dies wohl im Hochwinter bei Schneesturm, Nebel und nachts tun. Alle anderen können den gigantisch tollen Blick zu jeder anderen Jahreszeit und Tages-und Nachtzeit genießen. Alleine sein wird man allerdings nicht, jedoch ist es allemal egal bei dieser Aussicht.

 

PS: Von einer Freundin habe ich im Nachhinein erfahren, daß sie wiederum von einer befreundeten Pilotin weiß, die schon häufiger nachts die Serles überflogen hat, daß nächtliche Besteigung der Serles wohl eher die Regel als die Ausnahme sind. Die Serles ist wohl der einzige Gipfel der bei ihren Überflügen, jedesmal von zahlreichen Lichtpunkten erleuchtet war. 

 

 

HIER EIN 360° QUICKTIMEPANORAMA

 

 

Partnachklamm im Winter – Des Winters gefrorene Tränen

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Die meisten Münchner werden den Klassiker Partnachklamm bei Garmisch- Partenkirchen kennen, oder diese sogar an einem heißen Sommertag als willkommene Abkühlung selbst erlebt haben.

ABER: Die wenigsten wissen um die faszinierende Schönheit der Partnachklamm im Winter. Zumindest ging es mir so. Im Winter sind die meisten mir bekannten Klammwege gesperrt. Nicht so die Partnachklamm, dessen Weg im Winter geräumt und gestreut wird, so daß man problemlos das Naturjuwel erleben kann.

Allen Fotografen empfehle ich jedoch sich nicht ein Wochenende oder die Ferienzeit für einen Besuch dort auszusuchen, denn der Weg ist extrem schmal und wenn man sein Stativ aufbauen möchte dann stolpert garantiert der eine oder andere Besucher darüber.

Wenn es im Winter längere Zeit kalt ist, dann bilden sich an den Wänden der Klamm ganze gefrorene Vorhänge aus Eis hinter denen man hindurch wandern kann. Man kann dort riesige von der Decke hängende gefrorene Stalaktiten “auf Zeit” bewundern und wie aus einem Märchen anmutende Eisgebilde in tausend verschiedenen Blautönen bestaunen. Klares blaues Wassereis, milchig trübes in Hunderten Schichten angeschmolzenes und wieder gefrorenes “Blumenkohleis”, erfreuen nicht nur das Herz des Eisfallkletterers.

Der tosende Bergbach, der sich in Jahrtausenden seinen Lauf durch den Kalk zu einer Klamm gefressen hat, lässt sich jedoch nie ganz, selbst durch die tiefsten Temperaturen, zu Eis erstarren, so daß der Wanderer ein fulminantes Spektakel aus einem Farbrausch in Blau, Formen, Bewegung und dem tosendem Rauschen des Baches erleben kann.

Der Parkplatz für die Klamm liegt am Skisprungstadion (kostenpflichtig). Den Beschilderungen folgen in ca. 20 Min. zum Eigang in die Klamm (Erwachsene 3.50 EUR; Ticket bitte aufbewahren für einen evtl. Rückweg). Durch die Klamm in ca. 1 Stunde (kann für den Fotografen aber auch deutlich länger werden, deshalb warm einpacken und eine Thermoskanne nicht vergessen!)

Nach der Klamm entweder durch diese wieder zurück oder schöner (weil kein Gegenverkehr und eine lohnende, schöne  Aussicht auf das Wettersteinmassiv lockt) über die Partnachalm (ca. 30-45 Min).  Auf der Alm evtl. Einkehr und anschließend Abstieg zum Parplatz. (ca. 45 Min) zu Fuß oder mit der Rodel (steil).

 

Rodeln im Heimattal von Reinhold Messner

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Heute möchte ich Euch eine tolle Familien taugliche Rodelbahn im Heimattal von Reinhold Messner, im Vilnösstal, vorstellen. Von Innsbruck aus in einem Tagesausflug locker machbar, ansonsten wenn man schon einmal in der Gegend ist, unbedingt empfehlenswert.

Man kann die Rodelbahn, 6 km geniale, präparierte Abfahrt, mit einer tollen Winterwanderung, direkt unterhalb der imposanten Geisler Spitzen, verbinden. Nach der Einkehr in der urgemütlichen Geisleralm und Rast in der Sonne (es gibt kaum eine Alm, bei der einem nahezu das Mittagessen im Halse stecken bleibt, da die Aussicht einem die Spucke raubt ;-)), geht es auf die rasante Abfahrt zurück nach St. Magdalena, direkt bis zum Parkplatz. Doch der Reihe nach!

Anreise:

Über den Brenner auf der Autostrada bis nach Klausen. Von dort in das Vilnösstal, bis nach St. Magdalena. Am besten so lange weiterfahren, bis zu einem großen Parkplatz mit Buswendeplatz und einer Abzweigung nach links, mit großem Schild Richtung Zanser Alm. Auf diesem P wenn noch möglich parken, sonst auf dem Parkplatz für die Skilifte rechts.

Mit dem Shuttle zur Zanser Alm (der Shuttlebus fährt von dort aus (Stand Winter 2013) um 10.07 Uhr, So./Feriertags auch um 9.07 Uhr und benötigt ca. 20 Min. bis zum Parkplatz Zanser Alm). Hier könnt ihr den aktuellen Fahrplan, mit PDF Download, einsehen.

Jetzt von der Zanser Alm, auf direktem Winterwanderweg in ca. 1-1,5 Stunden über die Dusler oder Glatsch Alm zur Geisler Alm, oder viel schöner, über den Heuweg (Nr.6) und dann rechts ab über den imposanten Adolf Munkel Weg (Nr. 35), zur Geisler Alm. Der Adolf Munkel Weg läuft zwar als Schneeschuhwanderung, aber er ist dermaßen beliebt, daß wir noch nie die Schneeschuhe benötigt hätten. Der Weg ist (außer bei evtl. Lawinenwarnstufe 4-5 der 5 teiligen Skala Lawinen, sicher. Man bewegt sich stets durch den mehr oder weniger lichten Bannwald, unterhalb der Geislerspitzen und kommt zu Fuß sehr gut voran. Eine Rodel mitzunehmen würde ich abraten, da der Weg schmal und immer wieder bergauf und bergab geht, aber nie ausgesetzt ist. Außerdem kann man Rodeln bequem an der Geisleralm leihen.

In ca. 1,5 -2 Stunden ist man nach einer atemberaubenden Wanderung an der Geisler Alm (nicht wegen den kinderleichten 300 Höhenmetern, sondern wegen der gigantischen Aussicht.

Dort hat man sich dann ein Mittagessen verdient, daß seinesgleichen suchen muss. Lokale Köstlichkeiten werden liebevoll zubereitet und dekoriert, und die Geislermaccharoni, als auch der selbst erzeugte Zirbenschnaps, sind legendär.

Nach 1 bis 3 Schnäpsen 😉 fährt es sich dann mit der geliehenen Rodel (bei mehr als 3 Schnäpse unbedingt den Helm mitnehmen ;-)) noch einmal so schön, bis direkt zur bekannten kleinen Kapelle, vor der Kulisse der Geisler Spitzen. Dort ist die Rodelrückgabe. Wenn man die Sonne auf der Alm bis Nachmittags genossen hat, kann man von dort (für die Fotofreunde) tolle Bilder von der Kapelle und den Geislerspitzen im Abendlicht und evtl. Abendrot aufnehmen!

Danach in 5 Minuten etwas bergab direkt zum Ausgangsparklatz.

Hier noch eine kleine PDF Übersicht!

Viel Spaß