Southwestern Wildlife

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Dancing Beauty

 

Der Südwesten der USA ist nicht nur Dorado für den Landschaftsfotografen, sondern auch der Wildlifefotograf kann sich hier nach Lust und Laune austoben. Obwohl mein Hauptanliegen der Landschaftsfotografie und Zeitrafferaufnahmen galt, hatte ich mein schweres 500er Objektiv mitgeschleppt. Man kann ja schließlich nicht wissen. Diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen. Große Landstriche des Südwestens sind so unerschlossen und rau, daß sich hier extrem viele Tiere tummeln und man ist erstaunt in welchen unwirtlichen Regionen Wildtiere überleben können, an denen man selbst nur Stunden überleben würde.

Die großen Nationalparks sind geschützt, d.h. das Bejagen ist dort strengstens verboten und so sind die dort vorkommenden Wildtiere nicht wirklich scheu und an fotografierende Touris gewöhnt. Ein 300mm Objektiv sollte es jedoch schon mindestens sein, denn auch diese Tiere haben ihre “minimale Individualdistanz”.

Leider füttern Touristen an den Picknickplätzen immer wieder die dort vorkommenden Nagetiere, die sich explosionsartig vermehren und dann oft verlernen sich selbständig zu ernähren. Im Winter (ohne Touristen) müssen diese Tiere dann oft jämmerlich verhungern. Des Weiteren kam es in den letzten Jahren zu einer explosionsartigen Vermehrung der Nager in den Nationalparks, die ohne Scheu vor Menschen in Autos, Rücksäcke etc. klettern, um Futter zu ergattern oder sogar den einen oder anderen Touri  beißen. Da die Nagetiere einige für den Menschen gefährliche Krankheiten übertragen können, ist dies nicht ungefährlich.

Auf unserer Reise konnten wir sehr viele Tiere beobachten und teilweise auch fotografieren:

Chipmunks, Grey Squirrel, Rogerrabbits, Blacktailed Rabbits, Wüstenmaus, diverse Vögel wie z.B. den wunderschönen aber sehr scheuen Mountain Bluebird, Roadrunner, Kolibris, Golden Eagle, Osprey, Californian Condor,Truthangeier, Bald Eagle, Mule Deer, Elks (nicht Moose!), Pronghorn Antelope, Bighorn Sheep, Wüstenfuchs, Coyote, diverse Echsen und Klapperschlangen.

Das ebenfalls dort vorkommende Gürteltier und Stachelschwein hatten sich jedoch vor uns zu gut versteckt.

Jedenfalls konnte ich mein erstes wildes Bighornsheep, das extrem scheu ist und auch relativ selten vorkommt, als auch einen Weißkopfseeadler, mit der Kamera einfangen. Bei dem Weißkopfseeadler war ich jedoch so nervös, da ich es gar nicht fassen konnte diesen wunderschönen Vogel im Südwesten der USA zu finden, geschweige denn in freier Wildbahn ablichten zu dürfen, daß ich zwar dutzende Aufnahmen von einem einzigen Überflug machen konnte, jedoch sollten nur einige wenige Bilder halbwegs scharf werden. Den Rest des Nachmittages saß der Kerl ziemlich angepisst hinter einem recht großen See auf einem toten Baum. Angepisst, weil es regnete und zweitens da er von 2 Ospreys (Fischadlern) immer wieder attackiert wurde, die ihn wohl von ihrem Revier vertreiben wollten. Es sah zwar ziemlich genial aus, durch ein Spektiv mit 60 facher Vergrößerung, wie er aufgeplustert im Regen saß, aber selbst für das 500er mit 2Xfach Konverter hätte der Weißkopfseeadler nur einen kleinen Punkt auf dem Sensor ergeben. Die Stelle war leider unerreichbar, hätte ich doch durch den See schwimmen müssen oder mich ihm, mit einem Kilometer langen Umweg durch Gestrüpp, von hintern nähern müssen.  Ein tolles Schauspiel war es allemal diesen riesigen Vogel “hautnah” und in freier Wildbahn erleben zu dürfen.

 

Die Bilder in der Galerie beinhalten nur Wildtiere, die weder aus einem Gehege/ Zoo etc. stammen, noch angelockt oder anderweitig beeinflusst wurden.

 

  

2 thoughts on “Southwestern Wildlife”

  1. Die Aufnahmen sind wundervoll und fesseln mich wieder einmal mehr. Ich habe das Gefühl selbst dabei zu sein…..zum berühren nah. Ich kann dir immer nur wieder danken, das du einen daran teilhaben lässt! Es sind fantastisch schöne Aufnahmen. Herzlichst Evi

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