Kvalvika Beach – Der schönste Strand der Lofoten?

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Kvalvika gehört für mich eindeutig zu den schönsten Stränden auf den Lofoten. Ganz anders als die meisten Top Stränden muss man sich hier aber den Genuss vorher „erarbeiten“, denn der Strand trennt den potentiellen „Strandläufer“ durch ca. eine Stunde Zustieg.

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Mit jedem Schritt Richtung Joch wird die Aussicht besser

Kvalvika liegt an der Nordküste der Insel Flakstadøya und ist ein beliebtes Ausflugsziel zur Mitternachtssonne bei Jung und Alt.
Wir wollte die raue „Schönheit“ jedoch mitten im Winter besuchen: So stiegen wir ab dem Parkplatz im wunderschönen goldenen Lofotenlicht dem kleinen Joch entgegen, welches den höchsten Punkt der Tour markiert.

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Goldenes Lofotenlicht empfängt uns auf dem Joch zum Strand

Recht zahm und durch den Sturm der letzten Tage vom Schnee befreit, zeigte sich die Südseite des Jochs. Nach Norden präsentierte sich jedoch ein etwas anderes Bild. Ziemlich steil ging es Richtung Sandstrand, der auf dem Joch schon sichtbar war, nach unten durch eine stark mit Triebschnee eingewehte Rinne. Hier hatte sich also der verwehte Schnee der Südseite abgelagert, dachte ich mir als ich der Rinne in die noch steilere Flanke (rechts davon) auswich. Der Triebschnee in der steilen Rinne sah nicht gerade verlockend aus, da war die steile vereiste Flanke für meinen Geschmack das geringere Übel. Mit unseren „Schneekrallen“ (danke an Koch ALPIN) an den Sohlen war das Gelände jedoch kein Problem.

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Steiler Abstieg zum wunderschönen Strand

Nach ein paar recht steilen Höhenmeter kamen wir in etwas flacheres Terrain und hier war das gewaltige Rauschen, der sich am Strand brechenden Wellen, schon hörbar. Der Geruch von Salzwasser drang in unserer Nasen und die raue Schönheit des Strandes zeigte sich hier unten in ihrer vollen Pracht. (An die „Sinnes- Kombination“ Salzwassergeruch, rauschendes Meer, Sandstrand und Schnee werde ich mich wohl nie ganz gewöhnen 😉

Die letzten Meter des Abstiegs machten bereits deutlich welche Schönheit es an diesem kleinen Fleckchen Erde bzw. Sand zu finden gab:

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Was für ein Anblick…

Donnernd brechende Wellen werfen hier ihre Gischt an den hoch aufragenden Klippen, der den Strand begrenzenden Berge, empor. Der Strand wird wie von zwei gigantischen Wächtern eingerahmt . An der Ostseite steht der Ryten, ein wunderschöner Aussichtsberg und auf der anderen Seite steht ein imposanter namenloser Felszacken, der wie ein riesiger Zuckerhut aus der rauen See ragt.
Schwarzer und goldener Sand vermischen sich hier und formen, durch das ewige Spiel der Gezeiten, bizarre Muster an den Strand.

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Schwarz- goldener Sandstrand

Leider findet man aber an diesem scheinbar unberührten Fleckchen weitaus mehr Hinterlassenschaften der Zivilisationsgesellschaft als irgendwo anders auf der Insel. Plastikmüll, Netze, verrostete Blechdosen, verwaiste Bojen und durch die Brandung glattpolierte Glasscherben, alles was der Mensch so in das Meer wirft und selbiges wieder an den Strand „spuckt“. Vor ein paar Jahren sollen hier sogar zwei Surfer 9 Monate dauerhaft gelebt haben, die sich ihre „Unterkünfte“ am Strand aus dem Strandgut gezimmert hatten. Ernährt haben sie sich wohl von den Abfällen der nächsten Supermärkte, wobei „nächste“ in diesem Fall sehr relativ zu sehen ist, denn der nächstgelegene Supermarkt liegt viele Kilometer hinter dem Joch entfernt. Bei Wind und Wetter mussten sie also jedes Mal über das Joch wieder ins Tal steigen und zurück. Das musste wohl wirkliche Liebe zum Surfen gewesen sein, die sie hier an diesem herrlichen Strand aus- und erleben durften.

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Für den Fotografen eröffnet sich hier eine fast unendliche Vielfalt an Motiven 

Fotografisch gesehen gibt es hier ein unwahrscheinliche Vielfalt an Motiven und ich konnte mich nur schweren Herzen von diesem Strand trennen, aber eines war bereits weit vor dem Rückweg sicher – wir kommen wieder.

HIER SIND ALLE BILDER DER TOUR:

 

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