Im siebten Himmel auf dem Høven

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Wir sind im Februar für eine Woche auf die Lofoten geflogen um dort die Halbinsel unsicher zu machen und die magischen Polarlichter auf unsere Speicherkarten zu bannen.

Mein ursprünglicher Plan war jedoch auf einem der wunderschönen Aussichtsgipfel, die ich bereits im Sommer bestiegen hatte, zu biwakieren um von dort die Möglichkeit zu haben, direkt Nordlichter von der Gipfelperspektive einzufangen.
Zelte, Schlafsäcke, Isomatten, Kocher, Schneeschuhe, Steigeisen, Pickel, LVS Geräte waren  in Extrataschen mühevoll an Ort und Stelle transportiert worden.

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Aufstieg auf den Høven mit Torsten Mühlbacher, Christian Schipflinger, Niki Haselwanter, Gerhard Füreder, Sabine Rainer Bucher und Christina Roemmelt

Unglücklicher Weise tobten in den ersten Tagen heftige Stürme mit Böen um die 100 km/h über der Inselkette und sorgten für sehr viel Triebschnee in den steilen Rinnen. Die Lawinengefahr stieg erheblich an und der heftige Wind, der erwartungsgemäß auf den exponierten Gipfeln an der Nordküste deutlich stärker sein würde als auf Meeresniveau, ließ diese Unternehmung leider in weite Ferne rücken. In einem solchen Sturm ein Zelt aufzubauen, an einer derart exponierten Stelle erschien uns dann doch eine Spur zu gefährlich. Die extrem steilen, windumtosten Berge sind berüchtigt für ihre mächtigen Wächten und ausgesetzten Grate, hier muss einfach alles passen wenn man sich ihnen im Hochwinter nähern möchte.

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Bestes “Lofotenlicht” während des Aufstieges 

 

Die Tage verstrichen und wir konnten viele wunderschöne Eindrücke und Bilder mit nach Hause nehmen (siehe die kommenden Berichte), hatten tolle Nordlichter und das für die Lofoten typische und magische Lofotenlicht, doch die Bedingungen für ein Biwak verschlechterten sich zunehmend. Für die letzten Tage war dann leider noch Regen bzw. starker Schneefall vorhergesagt, so daß wir schlussendlich unseren Plan verwerfen mussten.

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Der Wind hatte den Berg fast gänzlich von Schnee befreit, doch an ein paar Stellen waren Schneeschuhe doch sehr hilfreich

 

Doch am letzten Tag vor unserer Abreise hatten wir noch einmal ein wenig Glück und ein kleines Wetterfenster (in dem ausgeprägten Tief) eröffnete uns doch noch die Möglichkeit wenigstens eine kleine Gipfeltour auf einen prächtigen Aussichtsgipfel, dem Hoven zu unternehmen.
Der Hoven ist eine markanter Berg, der einem sofort auffällt wenn man vorbeifährt, denn ringsherum ist er der einzige Berg auf einer kleinen Halbinsel und deshalb so aussichtsreich in alle Richtungen. Nach Westen bricht er jäh knapp 400m senkrecht bis fast ans Meer ab, wohingegen seine Ostseite recht zahm ist. Im Sommer ist der Berg eine Tour für die ganze Familie, nur am Gipfel sollte man ein wenig schwindelfrei sein.

 

_F4Q9762 Panorama Kopie _F4Q9810 Kopie  _F4Q9798-Bearbeitet Panorama Kopie 2

So zahm der Berg sich auf seiner Ostseite präsentiert, so schroff ist sein Westseite. Am Gipfel eröffnet sich ein gewaltiges Panorama. 

 

ALLE BILDER DER TOUR:

 

 

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