Schneeschuhtour auf den Kraxentrager

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Lawinenwarnstufe 3, erster richtig schöner Tag nach einer Schlechtwetterperiode mit viel Neuschnee und starken Windverfrachtungen – der Baumeister der häufigsten Lawinenunfällen im alpinen Raum. Was kann man also tun? Im Tal die Sonne genießen oder LVS Ausrüstung herausholen und eine Tour wählen, die wenig lawinengefährlich ist.
Wir entschieden uns für die letztere Lösung und der Kraxentrager im Zillertal mit seinen sanften Hängen ist eine perfekte Tour für schwierige Verhältnisse.

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Der Gipfel ist schon nah …

Bei schlechten Verhältnissen kann man mit dem Allradfahrzeug oder mit Schneeketten bis zur Mautstation der Zillertaler Höhenstraße fahren, sonst erhöht sich der Anstieg um ca. 30 Minuten, und man muss am Ende der geräumten Straße parken. Der Aufstieg zur Rastkogelhütte, über die zum Rodeln bestens präparierte Piste ist dann purer Genuss. Keine Skilifte weit und breit und man taucht in eine tief verschneite und alpine Winterlandschaft ab.
Bis zur urigen Rastkogelhütte, die man bereits ganz zu Beginn der Tour sehen kann, ist man kaum einer Lawinengefahr ausgesetzt. Bei LWST 4 oder gar 5 möchte ich hier trotzdem nicht unterwegs sein.
Ab der Hütte sollte jedoch die LVS Ausrüstung selbstverständlich sein.

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Was für eine Aussicht …

Wir schnallten unsere Schneeschuhe an und stapften knirschend durch die tief verschneite Winterlandschaft. Der Kraxentrager kann bei richtiger Spuranlage relativ lawinensicher bestiegen werden, doch sollte man dennoch bei den wenigen, kurz steilen Hängen Vorsicht walten lassen.

Die schon recht kräftige Frühlingssonne hatte uns im windgeschützten Stück des Aufstiegs ordentlich schwitzen lassen, jedoch auf dem breiten Grat pfiff jetzt ordentlich ein eisiger Wind, der uns bis zum Panorama – Gipfel begleitete. Der starke Wind der letzten Tage war jedoch auch der willkommene Baumeister der „abstrakten Schneeskulpturen“ die man auf dem Gipfelrücken überall finden konnte und boten natürlich den perfekten Foto – Vordergrund.

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Der Baumeister Wind hatte ganze Arbeit geleistet…

Bis zum Gipfel waren wir alleine unterwegs und erst auf dem höchsten Punkt stießen wir auf eine Gruppe Skitourengänger.
Vom Gipfel des Kraxentragers hat man eine traumhafte und ungestörte Fernsicht auf alle umliegenden Zillertaler Gipfel und noch viel weiter.
Der jetzt nachlassende Wind lud zum verweilen ein und so schmeckte die ausgiebige Gipfeljause um so mehr.

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Berge nichts als Berge …

Erst als die Sonne schon sehr tief im Westen stand und ihr Verschwinden hinter den mächtigen Rastkogel verkündete, machten wir uns ganz alleine an den Abstieg bei goldenem Licht, das die Abermillionen Schneekristalle wie Diamanten funkeln ließ.

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Der Abstieg im Schein der Stirnlampe

 

ALLE FOTOS DER TOUR:

 

 

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