Sonnenuntergangstour Thaneller

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Zum Sonnenuntergang wollte ich schon immer einmal auf den Thaneller (2341m) in den Lechtaler Alpen steigen. Der Thaneller ist ein Paradeaussichtsberg von dem man rundherum „barrierefrei“ einen Panoramaausblick genießen kann. Nachdem wir im November südseitig auf Grund des unglaublichen Wetters fast bis knapp unter den Gipfel keinerlei Schnee hatten, der nordseitige Klettersteig aber schon teilweise unter Schnee begraben lag, entschlossen wir uns für den Normalweg. Der Aufstieg von Berwang ist kurz und knackig, sprich recht steil, sind doch knapp 1050hm auf kurzer Entfernung zu überwinden. Hat man den Waldgürtel und die ausgedehnten Latschenfelder einmal hinter sich gelassen, öffnet sich ein traumhafter Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Bei der kleinen Einsattelung kann man zum ersten Mal den Gipfel sehen, der hier immer noch recht weit entfernt scheint. Auf einem schmaler werdenden anfänglich breiten Rücken steigt man in mehreren Aufschwüngen dem Gipfel empor. 100m unter dem Gipfel empfing uns ein heftiger, bereits sehr kalter Föhnsturm, und auf dem Gipfel mussten wir uns sofort in die „Daunenausrüstung“ werfen, so kalt war es durch den Wind. Gott sei Dank war der Sonnenuntergang nicht mehr fern.

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Eigentlich wollte ich ja dort oben die astronomische Dämmerung abwarten um ein Milchstraßenpanorama genau über dem Gipfelkreuz zu fotografieren, doch meine kalten Zehen und der Gesichtsausdruck meiner Frau und unseren Hunden sprach eine andere Sprache an diesem Tag. Die Aussicht war jedoch gewaltig. Nach Norden konnte man Reutte und das bayrische Alpenvorland mit seinen Seen sehen, nach Osten den Plansee, Zugspitze und Co und von Süd nach West, von den Ötztaler über die Lechtaler bis zu den Allgäuer Alpen. Da das Wetter am nächsten Tag eher bescheiden werden sollte, hatten wir keinen besonderes Farbenspektakel zum Sonnenuntergang erwartet, dennoch tauchte die untergehende Sonne die Landschaft in herrlich warme Pastelltöne. Als die Sonne dann schon fast überall verschwunden war, leuchteten dann immer noch die höchsten Zacken der Zugspitze feuerrot. 

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Kurz danach packten wir unsere „7 Sachen“ und machten uns an den Abstieg, da der Wind an Heftigkeit noch zugenommen hatte. Die Lichter der kleinen Städte und Siedlungen waren bereits sichtbar, als wir uns den heftigen Südwestböen entgegenstemmten, um nicht vom Grat gefegt zu werden. 300hm tiefer, kurz vor der markanten Einsattelung, war der Spuk zu Ende. Hier war es fast windstill und wir konnten unsere Gipfelbrotzeit nachholen. Ein kleiner markanter Felszacken war mir bereits beim Aufstieg aufgefallen, sorgte dann schlussendlich doch noch für eine perfekte „Bühne“, die bereits im Südwesten stehende Milchstraße an diesem Abend einzufangen.

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HIER SIND ALLE FOTOS DER TOUR:

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