HERBSTTOUR AUF DIE WANKSPITZE

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_MG_0254x3 KopieGämse auf der Wankspitze

Die Wankspitze ist das ganze Jahr über ein sehr beliebtes Ausflugsziel.
Die harten Fakten: 1058 Höhenmeter wollen in ca. 2.5 Stunden ab dem gebührenpflichtigen Parkplatz (4 EUR) am Ausgangspunkt (Arzkasten) überwunden werden. 

Wir wollten eigentlich eine gemütliche Herbstwanderung auf den prächtigen Aussichtsgipfel unternehmen, der auch Hausberg von uns ist. Der gewaltige vorwinterliche Schneeeinbruch in der Woche zuvor machte jedoch aus der gemütlichen Herbstwanderung eine stramme Wintertour. 

Die ca. 45 cm Neuschnee im Tal (Anfang Oktober !), hatten nur Tage zuvor zu einem kurzzeitigen Chaos geführt: Straßensperren, entwurzelte Bäume, überall abgebrochene Äste und Felsstürze.

So waren am darauffolgenden  Wochenende die Berge immer noch tief verschneit. 

Der Aufstieg bis zum Lehnberghaus führt über einen breiten Forststraße und bot uns zu mindestens  bis dorthin die gewünschte gemütliche Herbsttour. Ab dem Lehnberghaus hätte man jedoch ohne weiteres Schneeschuhe brauchen können. Ein Tag zuvor waren jedoch Wanderer unterwegs gewesen, die bis zur Aussichtsplatform den tiefen Schnee gespurt hatten. Die letzten 300 hm mussten wir uns allerdings selbst den Weg durch den Schnee “graben”. Mutterseelen alleine (was für diesen Berg ziemlich untypisch ist) überwunden wir das letzte Stückchen Gipfelgrat bis zum höchsten Punkt. Am Gipfel war eine Herde Gämsen versammelt, deren „Mitglieder“ wohl ziemlich argwöhnisch die Ruhestörung betrachteten. Mit nur 300 mm Brennweite bestückt, kam ich leider nicht näher an die Gämsen heran, die seelenruhig ihren Weg durch den Schnee fortsetzten. Auch wollte ich die Tiere nicht unnötig stören, die jetzt schon mit dem Winter zu kämpfen hatten, der normaler Weise erst in ein paar Wochen eintrifft. Die Tiere verbrennen unheimlich viel Energie, wenn sie durch den Tiefschnee fliehen müssen. 

_MG_0291x3-2Hier kann man den Gipfelgrat sehr schön zurückverfolgen

Am Gipfel genossen wir die gigantische Aussicht und unsere Brotzeit, und machten uns nach einer ausgiebigen Gipfelrast an den Abstieg. 

Auch auf dem Abstieg begegneten wir schlicht und ergreifend niemanden. 

So einsam kann man einen derart tollen Gipfel wohl nur nach einem viel zu frühen Wintereinbruch genießen … und ebenfalls genossen haben wir den tollen Sonnenuntergang an jenem Abend, der den perfekten Abschluss für einen tollen Tag bot. 

_MG_0352x3Alpenglühen bei Sonnenuntergang auf dem Mieminger Plateau

 

TIPP: Auch im Hochwinter bietet dieser Berg einen tollen und fast lawinensicheren Anstieg (bei geeigneter Spurwahl) für eine Schneeschuhtour oder Skitour. Ist der Weg  jedoch nicht gespurt, können die 1058 hm schnell recht „sportlich“ werden!

 

 

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